Neues vom Westfalenhallenweg: Aufsichtsbeschwerde, Massensperrungen und Mahnwache

Am Donnerstag entscheidet der Rat ├╝ber den Westfalenhallenweg. Die Sitzung beginnt um 15 Uhr, wir machen ab 14.20 Uhr eine kleine Mahnwache neben dem Eingang, um die Menschen im Rat daran zu erinnern, dass sie nicht nur gegen├╝ber den Westfalenhallen eine Verantwortung haben. Wir treffen uns an den Westfalenhallen, Eingang 2. Dort findet die Sitzung in Halle 2 statt. Bringt gerne Pappschilder mit Euren Forderungen mit.

Sperrung des Westfalenhallenwegs

Im Laufe der Zeit hat es im Zusammenhang mit der geplanten Sperrung des Wegs zwischen den Messehallen 3 und 4 zahlreiche Entwicklungen gegeben, die das Thema mittlerweile ein wenig un├╝bersichtlich machen.
Hier hatten wir bereits die Hintergr├╝nde beschrieben und dargestellt, wie die Westfalenhallen den Weg immer weiter einschn├╝ren und vereinnahmen.

An dieser Stelle folgt nun eine einfache Zusammenfassung, die zeigt, worum es im Kern geht. Anschlie├čend skizzieren wir einige Details zur aktuellen Entwicklung und stellen weiterf├╝hrende Links f├╝r Interessierte bereit.

Das Wesentliche

  1. Urspr├╝nglich gab es zwischen der B1 und der Strobelallee eine ├Âffentliche Stra├če, die alle nutzen konnten. Wie bei jeder ├Âffentlichen Stra├če war die Nutzung zu betrieblichen Zwecken nur eingeschr├Ąnkt m├Âglich.
  2. Um die Expansion der Westfalenhallen zu unterst├╝tzen und die Nutzung der Stra├če zu betrieblichen Zwecken zu erleichtern, gab es den Kompromiss, die Stra├če zu entwidmen und den Hallen das Pachten der Fl├Ąchen zu erm├Âglichen. Im Gegenzug haben die Westfalenhallen unterschrieben, den Weg uneingeschr├Ąnkt f├╝r die Allgemeinheit offenzuhalten und die Sicherheit zu gew├Ąhrleisten.
  3. Die Westfalenhallen wollen sich nun ihrer vertraglichen Verpflichtung, den Weg uneingeschr├Ąnkt f├╝r die Allgemeinheit offenzuhalten entziehen und begr├╝nden das mit Gefahren durch Ladet├Ątigkeiten. Diese Gefahren verursachen sie jedoch selbst, denn die Ladet├Ątigkeiten fallen in den Zust├Ąndigkeitsbereich der Hallen und k├Ânnten durch organisatorische Ma├čnahmen und Auflagen minimiert werden.
  4. Der von der Verwaltung vorgebrachte „Kompromissvorschlag“ mit vor├╝bergehenden Sperrungen, wann immer die Westfalenhallen sie f├╝r n├Âtig halten, ist kein Kompromissvorschlag, sondern eine einseitige Aufk├╝ndigung des oben genannten Kompromisses zulasten der Allgemeinheit. Der Rat der Stadt Dortmund soll dar├╝ber am 18. November entscheiden.
  5. Den Wunsch nach Aufk├╝ndigung des Kompromisses begr├╝nden die Westfalenhallen mit einem Gef├Ąhrdungsgutachten der DEKRA, dessen Ver├Âffentlichung sie aber verweigern. Rat und ├ľffentlichkeit sollen eine Vertrags├Ąnderung zulasten der Allgemeinheit auf Grundlage eines Geheimgutachtens akzeptieren, das sie nicht lesen d├╝rfen. Westfalenhallen und Verwaltung machen damit unmissverst├Ąndlich klar, was sie vom Rat und den Menschen in Dortmund halten.
  6. Im Zusammenhang mit dem sogenannten ÔÇ×KompromissvorschlagÔÇť ist immer wieder von Sperrungen an 30 Tagen im Jahr die Rede. Diese Zahl ist eine v├Âllig unverbindliche Sch├Ątzung. Die Verwaltungsvorlage sieht Sperrungen vor, so oft die Westfalenhallen sie f├╝r n├Âtig halten. Derzeit ist der Weg wegen einer einzelnen Messe an 13 Tagen (mit Unterbrechungen) gesperrt. Im n├Ąchsten Jahr soll es bei insgesamt 15 Messen Sperrungen geben. Also ist klar, was von der Zahl 30 zu halten ist.

Weitere Informationen:

Peter Fricke

Peter aus Dortmund schreibt mit der Absicht, auch von jenseits der Stadtgrenzen zu berichten. Interessiert sich f├╝r Infrastruktur und die Frage, wie man des Rad als Verkehrsmittel f├╝r die gro├če Mehrheit attraktiv machen kann. Ist leider nicht in der Lage, mit Falschparkern auf Radverkehrsanlagen gelassen umzugehen. Per E-Mail erreichbar unter peter.fricke, dann folgt das ├╝bliche Zeichen f├╝r E-Mails, und dann velocityruhr.net.