Erfahrungsbericht Lastenradprämie: Anna und das Tern GSD

Dies ist der vierte Teil unserer Serie von Erfahrungsberichten zur Lastenradprämie.
Die anderen Teile gibt es hier:
David und das e-Muli
Raphael und das Load
Michael und das Bullitt

Warm eingepackt auf dem Weg zum Schultenhof.

Anna aus Dortmund ist Architektin, Mutter zweier Kinder und Fahrradfahrerin bei jedem Wetter.
Außerdem ist sie VeloCityRuhr-Leserin und Aufbruch-Fahrrad-Unterstützerin.

Seit November fährt Anna ein Tern GSD und findet das so schön, dass sie ihre Erfahrung gerne mit uns allen teilen möchte. Eigentlich war unsere Reihe über die neue Prämie schon beendet, aber das haben wir natürlich sehr gern sofort geändert, als Anna uns ungefragt die Antworten auf die Fragen geschickt hat. Wenn auch Ihr die Lastenradprämie genutzt habt und darüber berichten möchtet, dann schickt uns gern Eure Antworten auf die Fragen und möglichst auch ein Foto zu: peter-bike@web.de

Du hast die neue Prämie für E-Lastenräder genutzt. Danke, dass uns darüber erzählst. Für welches Modell hast Du Dich entschieden?
Ich habe mir ein Tern GSD mit Kindersitzbank gekauft!

Warum dieses Modell? Welche Eigenschaften haben Dich überzeugt?
Wir wohnen innerstädtisch, so dass die Größe des Rads für uns sehr wichtig war. Das Tern GSD ist super kompakt und garnicht viel länger als ein „normales“ Fahrrad, so dass ich es im Treppenhaus abstellen kann. Trotzdem kann ich meine beiden Kinder oder den Wocheneinkauf transportieren. Vorher war ich übrigens ohne Motor und mit Anhänger unterwegs. Da bin ich bei ca. 35 Kilogramm Zuladung jedoch an meine Grenzen gestoßen und bin irgendwann nur noch kurze Strecken gefahren.

Muss man zur Reichweite mehr sagen als „reicht“?
Nö!

In welcher Preisklasse bewegt sich das Rad?
Ohne Zubehör unter 4000 Euro. Ich habe mit Zubehör (Kindersitzbank, Fußstützen für die Kinder und Vordergepäckträger) etwas über 4000 EUR bezahlt.

Wie hast Du den Antrag auf Förderung gestellt? War es kompliziert? Welche Unterlagen waren nötig?
Ich habe den Antrag im Oktober gestellt. Das ging ganz schnell. Antragsformular, Angebot vom Händler, Personalausweiskopie. Den Zuwendungsbescheid hatte ich schon eineinhalb Wochen später im Briefkasten. Um den Antrag auf Auszahlung zu stellen braucht man dann eine Auftragsbestätigung, die Originalrechnung und Kontoauszüge. Das alles habe ich im November eingereicht.

Ist das Geld schon auf deinem Konto?
Nein, noch nicht. Ich hatte Mitte Januar eine Rückfrage bezüglich der Daten und musste nochmal erklären, dass ich das Rad nicht vor Erhalt des Zuwendungsbescheids bestellt hatte.

Hättest Du auch ohne Prämie in absehbarer Zeit ein Lastenrad gekauft?
Ja, wahrscheinlich schon.

Wozu wirst Du das Rad hauptsächlich nutzen?
Für alle möglichen alltäglichen Wege. Als echte Alternative zum Auto. Ich bin seit November fast 500 km gefahren.

Was war die bisher größte Ladung, die Du transportiert hast?
Zwei Getränkekisten auf der Kinderbank und den Wocheneinkauf in den seitlichen Packtaschen.

Was war die bisher schönste Fahrt?
Jede Fahrt macht einfach Spaß! Heute morgen habe ich mich gefreut, als meine Tochter laut rief: Mama! Ich spüre den Frühling im Gesicht!

Gab es auch schon negative Erfahrungen?
Nein, garnicht! Ich werde allerdings sehr, sehr oft angesprochen und wurde sogar schon fotografiert. Daran nervt mich nur, dass oft die erste Frage ist: Was kostet das? Das würde man ja einen, der gerade sein Auto belädt nicht fragen.

Hattest Du vorher schon ein Lastenrad?
Nein, vorher bin ich mit einem geerbten Rad und unserem Thule-Anhänger unterwegs gewesen.

Ein ganz großes Problem beim Lastenrad ist ja das sichere Abstellen. Wie hast Du das gelöst?
Ich stelle das Rad bei uns im Treppenhaus ab und schließe es dort an den Handlauf. Ich habe ein Rahmenschloss mit Kette und zusätzlich ein Faltschloss im Einsatz. Bei der Hausratversicherung habe ich das Fahrrad mit seinem Gesamtwert versichert.

Gibt es sonst noch etwas zu sagen?
Ich kann mich nur anschließen: Lastenrad-Fahren macht glücklich!

Peter

Peter aus Dortmund schreibt mit der Absicht, auch von jenseits der Stadtgrenzen zu berichten. Interessiert sich für Infrastruktur und die Frage, wie man des Rad als Verkehrsmittel für die große Mehrheit attraktiv machen kann. Ist leider nicht in der Lage, mit Falschparkern auf Radverkehrsanlagen gelassen umzugehen. Per E-Mail erreichbar unter peter-bike, dann folgt das übliche Zeichen für E-Mails, und dann web.de.

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