Zum realen Stellenwert des Radverkehrs in Dortmund: Tödlicher Unfall eines Radfahrers (11) spielt bei Erneuerung der Ampel keine Rolle

Hat kein Umdenken bei der Stadt Dortmund ausgelöst: Das zweite Dortmunder Ghost Bike (Foto: VeloCityRuhr)

Obwohl Ende letzten Jahres an der LSA („Ampel“) ein Junge bei einem Unfall tödlich verletzt wurde, als ein LKW-Fahrer gleichzeitig rechts abbiegen durfte, spielt das bei dem Ersatz der LSA keine Rolle, obwohl das die Chance wäre, innovative Lösungen für mehr Verkehrssicherheit umzusetzen, z. B. ein Rund-Um-Grün für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen als vom Kfz-Verkehr getrennte Phase. Das ganze könnte man dann mit der von mir vorgeschlagenen Pförtnerampel am Hafen koppeln. Die entsprechende Ratsvorlage (Drucksache Nr. 10494-18) verbleibt im Business-as-usual von Abschreibung, Haushaltposten, technischen Risiken, Personalaufwendungen usw., als ob nichts passiert wäre. Da kann man froh sein, dass die sehbehindertengerechte Ausstattung (Blindensignale/Blindentaster) inzwischen Standard geworden ist.

Norbert Paul

Norbert Paul lässt sich ungern ein X für ein U, ein Protected Bike Lane für eine Abkehr für der autogerechten Stadtplanung vor machen. Der Verkehrsjournalist schreibt u. a. seit 2008 für Mobilogisch (ehemals Informationsdienst Verkehr). Von 2013 bis 2015 war er auch für den ADFC-Blog aktiv. Bei VeloCityRuhr schreibt er als Kooperationspartner von VeloCityRuhr über Verkehrspolitik -planung, -recht und -forschung. Er ist berufenes Mitglied im Nahmobiliätsbeirat der Stadt Dortmund. Er ist per PGP-Schlüssel erreichbar (Testphase) über die E-Mail-Adresse norbert.paul@velocityruhr.net

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