Trassen-Pingpong: Demo für schnellen Weiterbau des RS1 in Essen

(Foto: Claudia Harfst)



(Arbeitskreis Bürgerradweg Essen) Hier geht nichts weiter. Die Vision des Radschnellwegs von 2014 ist seit 2016 ins Stocken geraten. Die Verantwortlichen spielen Pingpong, sie schieben sich die Verantwortung für den zeitlichen Aufschub gegenseitig zu: Allen voran der Ausschuss für Stadtentwicklung und Stadtplanung (ASP), die Verwaltung der Stadt Essen und OB Kufen. Anstelle einer konzertierten Aktion mit transparenten politischen Vorgaben werden in scheinbar beliebiger Reihenfolge Verkehrsminister Wüst, Straßen.NRW, RVR, DB, Evonic, fehlende Investoren, … als die jeweiligen Verzögerer präsentiert. Diese wiederum verweisen jeweils auf von der Kommune Essen nicht eingelöste (oder nicht berücksichtigte) Defizite. Es fehlen Machbarkeitsstudien, Verträge, belastbare Absprachen, klare Zuständigkeiten, zuverlässige Planungsgrundlagen und und und. Die Involvierten ziehen sich hinter Verfahrensfragen zurück. Die Termine für Entscheidungen und Baubeginn werden im Halbjahres-Rhythmus angekündigt, um sie dann zu verschieben, indem man wieder neue Spieler aus dem Hut zaubert. Die „Nicht-Vor“-Aussagen werden immer später: 2016, 2017, 2018, 2020, 2022, 2025, …

Wir sind es leid: Für eine Verkehrswende im längst stattfindenden Klimawandel braucht es schnell den RS1, um Pendler von der A40 zu bekommen, Dieselfahrten zu vermeiden und Menschen mit einem glaubwürdigen Angebot zur nachhaltigen Verkehrsmittelwahl zu motivieren.

Schluss mit Pingpong! Alle, die uns helfen wollen, dieses Spiel zu entlarven und die Masken runterzureißen, sind herzlich eingeladen. Wir lassen die Bälle fliegen für einen schnellen Weiterbau der RS1-Trasse auf dem Bahndamm durchs Eltingviertel. Bringt gerne Tischtennis-Schläger mit, wenn vorhanden.

Wann? 16.06.2019, 12 – 14 Uhr

Wo? Am Ende des Radschnellwegs RS1 in Essen unter dem Sparda 2000 Balkon an der Meyer-Schwickerath-Str.

Peter

Peter aus Dortmund schreibt mit der Absicht, auch von jenseits der Stadtgrenzen zu berichten. Interessiert sich für Infrastruktur und die Frage, wie man des Rad als Verkehrsmittel für die große Mehrheit attraktiv machen kann. Ist leider nicht in der Lage, mit Falschparkern auf Radverkehrsanlagen gelassen umzugehen. Per E-Mail erreichbar unter peter-bike, dann folgt das übliche Zeichen für E-Mails, und dann web.de.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.