Zum realen Stellenwert des Radverkehrs in Dortmund: B-Plan InN 219: Getrennte Geh- und Radwege sind zu viel Flächenverbrauch

Gestern bekam ich die Info, wie der Stadtrat auf Eingaben im Aufstellungsverfahren von mir zum B-Plan InN 219 reagiert hat. Die Vorlagen kann man sich im RIS angucken, die endgültige Entscheidung trifft aber der Rat in der Sitzung, den dieser hat die Abwägung vorzunehmen und nicht die Verwaltung. Die bereitet das nur vor.

Getrennte Geh- und Radwege wurden vom Rat abgelehnt, da dass ein zu hoher Flächenverbrauch wäre und

in der angrenzenden öffentlichen Grünfläche ein Rad- und Wanderweg verläuft, der für Fußgänger abseits der Straße ohnehin attraktiver sein dürfte.

Das hat der Rat wirklich so beschlossen. Ich sehe schon die Massen Wanderlieder singend und je nach Wetter von Staub oder Dreck an der Hose unbeeindruckt aus der Nordstadt zur sinnstiftenden Arbeit in den kaum Flächen „verbrauchenden“ Logistikhallen dahinziehen vorbei an den großen Parkplätzen, die einen Eindruck ursprünglicher Natur vermitteln. Obwohl man so sparsam mit der Fläche umgeht, gibt es auf der Westfalenhütte, eine Fläche, auf der früher ein Werk stand, das nur unwesentlich größer war als eine kleine Edelstahlmanufaktur, eine – O-Ton –beengte Situation, was keine Radverkehrsanlage auf der Nordseite der zentralen Westfalenhüttenallee zulässt.

Eine vernünftige Anbindung als „F + R“  des im nördlich der Brackeler Straße verlaufenden Teilstück des Grünen Rings an den Gartenstadtradweg wird abgelehnt.

In öffentlichen Grünflächen ist generell kein F+R vorgesehen, da dieser einen höheren Ausbaustandart (Pflaster und Beleuchtung) implizieren würde.

Ich forderte außerdem eine direkte Verbindung von dem Geh- und Radweg in Höhe des Wasserturms (1) zum Radweg (bzw. Geh- und Radweg) auf der Ostseite der Hoeschallee (2) und den Geh- und Radweg in Richtung Scharnhorst (3).

Hier hat man zur Erhöhung des Erlebniswertes eine andere Lösung gefunden.

An der Stelle sehe ich die Notwendigkeit einer Anbindung an den Gartenstadtradweg.

Norbert Paul

Der Verkehrsjournalist schreibt u. a. seit 2008 für Mobilogisch (ehemals Informationsdienst Verkehr). Von 2013 bis 2015 war er auch für den ADFC-Blog aktiv. Bei VeloCityRuhr schreibt er über Verkehrspolitik -planung, -recht und -forschung. Er ist berufenes Mitglied im Nahmobiliätsbeirat der Stadt Dortmund. Er ist per PGP-Schlüssel erreichbar (Testphase) über die E-Mail-Adresse norbert.paul@velocityruhr.net

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