Kondoliert Bochum bei getöteten Radfahrer*innen?

Kürzlich gingen wir der Frage nach, ob Dortmund kondoliert, wenn Radfahrer*innen in Dortmund getötet wurden. Da versteckte man sich hinter „Einzelfallentscheidung“. In dem Zusammenhang der Recherche fragten wir auch in einer Stichprobe die umliegenden Städte Castrop-Rauxel und Schwerte an, die bei dem Thema auch auf erneute Nachfrage lieber schweigen.

Die Stadt Bochum kondoliert, so Pressesprecherin Katrin Müller, nur bei Menschen, die sich ehrenamtlich oder beruflich für die Stadt engagiert haben, wie zum Beispiel Ehrenringträgerinnen und -träger. Außerdem sieht man dort das Problem, dass das Kondolieren dem einen eine willkommene Anteilnahme ist, dem nächsten aber ein unangemessener Eingriff in die Privatsphäre. Außerdem könne man rein zahlenmäßig nicht leisten, immer zu kondolieren, wenn ein Einwohner stirbt. VeloCityRuhr.Net hatte explizit danach gefragt, ob bei Unfällen kondoliert wird. Die wenigsten sterben aber aufgrund von Unfällen.

Norbert Paul

Der Verkehrsjournalist schreibt u. a. seit 2008 für Mobilogisch (ehemals Informationsdienst Verkehr). Von 2013 bis 2015 war er auch für den ADFC-Blog aktiv. Bei VeloCityRuhr schreibt er als Kooperationspartner von VeloCityRuhr über Verkehrspolitik -planung, -recht und -forschung. Er ist berufenes Mitglied im Nahmobiliätsbeirat der Stadt Dortmund. Er ist per PGP-Schlüssel erreichbar (Testphase) über die E-Mail-Adresse norbert.paul@velocityruhr.net

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