Erstes Ghost Bike in Dortmund aufgestellt

Am 2. Februar wollte ein Lkw-Fahrer mit seinem Gespann gegen 10.20 Uhr von der Westfalenh├╝ttenallee aus kommend die R├╝schebrinkstra├če ├╝berqueren um geradeaus auf die B 236 aufzufahren. Ein 86-j├Ąhriger Dortmunder fuhr zu der Zeit mit seinem Pedelec auf der R├╝schebrinkstra├če in Richtung S├╝den. Schwer verletzt durch den Aufprall auf den LKW wurde er auf eine Intensivstation gebracht auf der er diese Woche verstarb. Aktuell sucht die Polizei noch nach einem mutma├člichen Unfallverursacher und bittet Zeugen, sich zu melden.

Im Rahmen der laufenden Ermittlungen ergaben sich Hinweise, dass zuvor ein Pkw mit Anh├Ąngergespann die B236 verlassen haben k├Ânnte. Das Fahrzeug hat m├Âglicherweise die Vorfahrt des entgegenkommenden Lkw missachtet und bog dann links in die R├╝schebrinkstra├če ein. Dadurch musste der Lkw im Kreuzungsbereich abbremsen. [ÔÇŽ] Der Pkw mit Anh├Ąnger entfernte sich ├╝ber die R├╝schebrinkstra├če in Richtung Dortmund-Wambel.

Quellen: Pressemitteilungen der Polizei.

Aktive Radfahrer*innen stellten in Gedenken an den verstorbenen Radfahrer im Rahmen der CM am Freitag nun das erste Ghost Bike an der Ungl├╝ckskreuzung auf, um an den Unfall zu erinnern und zu gedenken. Heute Nachmittag fehlte noch das ├╝bliche Schild. Das wird aber sicherlich noch folgen. Dies war der erste t├Âdliche Radverkehrsunfall seit l├Ąnger Zeit. Radfahren ist also nicht gef├Ąhrlich.

 

Norbert Paul

Norbert Paul ist per PGP-Schl├╝ssel erreichbar (Testphase) ├╝ber die E-Mail-Adresse norbert.paul@velocityruhr.net

7 Gedanken zu „Erstes Ghost Bike in Dortmund aufgestellt

  • 20.03.2017 um 12:41
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    Was bezweckt man eigentlich mit diesen Ghost Bikes und welche „Aktiven Radfahrer“ stellen diese auf?
    Solche Fahrr├Ąder signalieren lediglich: Rad fahren ist sehr, sehr gef├Ąhrlich! Also bringt die Kinder lieber mit dem sicheren SUV zur Schule. Besser kann man keine Anti-Radfahrwerbung betreiben.

    Sinnvoller w├Ąre in diesem Fall die Aufstellung eines Ghost-LKW. Das w├╝rde zumindest auf die Gef├Ąhrlichkeit von LKW auf unseren Stadtstra├čen hinweisen.

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    • 20.03.2017 um 23:19
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      Die Gefahr besteht, aber die ganzen Kreuze an den Bundesstra├čen f├╝hren auch nicht dazu, dass irgendjemand das Autofahren f├╝r gef├Ąhrlich erachtet.

      Weiteres in der Pressemitteilung.

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  • 21.03.2017 um 8:06
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    Die Kreuze sieht man in der Regel nur, wenn man zu Fu├č oder per Rad unterwegs ist. F├╝rs Auto sind sie zu niedrig und man ist schnell vorbei. Die Kreuze sollen an den Verungl├╝ckten erinnern und werden wohl auch nicht von „Autoaktivisten“ aufgestellt. Der Bezug zum benutzten Fahrzeug fehlt. So meinen viele, dass es sich um einen Radfahrer oder Motorradfahrer gehandelt hat, was ja auch sein kann.

    Solange es keine Geisterautos f├╝r Ver├╝ngl├╝ckte gibt, welches noch Sinn machen w├╝rde, sollte man auch keine Geisterr├Ąder aufstellen.

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    • 22.03.2017 um 1:03
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      Ich halte die Sorge nicht f├╝r falsch, dass eine ungewollte Botschaft ankommt, aber zu verschweigen, dass es t├Âdliche Unf├Ąlle gibt, halte ich auch nicht f├╝r richtig. Ghost Bikes sind m. E. auch ein Zeichen, dass auf die unsichtbaren Verkehrstoten hinweist, an die wir uns als Gesellschaft l├Ąngst gew├Âhnt haben. Irgendwer muss anfangen. Warum soll ich erst darauf warten, dass Trucker wei├č lackierte LKW-R├Ąder aufstellen?

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    • 22.03.2017 um 9:33
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      Wir haben es in Essen mit dem Ghostbike geschafft ├ľffentlichkeit udn Handlungsdruck zu erzeugen. Die Polizei und die Unfallkommission sind aktiv geworden und haben sogar zum ersten Mal Schwerpunktkontrollen durchgef├╝hrt.

      Und es geht dabei in erster Linie darum den Medien ein Bildmotiv zu liefern, mit dem dann ├ľffentlichkeit erzeugt wird. Die Marker am Boden verblassen innnerhlab von Tagen. S

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      • 22.03.2017 um 13:00
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        Die Ruhr Nachrichten haben die Pressemitteilung fast 1:1 ver├Âffentlicht gestern und Lokalzeitungen sind immer noch das Medium f├╝r Verwaltung und Politik vor Ort und nicht Webseiten wie diese hier, auch wenn einzelne Verwaltungsmitarbeiter inzwischen hier mitlesen.

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