Dortmunder Rat beschliesst Fortsetzung der Planung zum Radschnellweg Ruhr

Nach langen zähen Diskussionen ist bei der letzten Stadt im Ruhrgebiet heute im Rat die Enscheidung für die Fortsetzung der Planung gefallen. Die Ruhrnachrichten berichteten anscheinend live bei Twitter und  auf der eigenen Internetseite. Nach langen Diskussionen und Angst vor hohen Kosten haben die Dortmunder Politiker jetzt endlich doch zugestimmt. Im Gegensatz zu anderen Städten war die Entscheidung nicht einstimmig, die CDU zementiert in Dortmund ihr Profil für mehr Autoverkehr und gegen eine lebenswertere Stadtentwickung und lehnte die Pläne ab. Radfahren mit Distanzen über 10 km scheint die Vorstellungskraft der CDU zu überfordern.

Die positive Stellungnahme der SPD für den RS1 ist online einsehbar. Es bleibt also spannend…

Achja: Von der  CDU gibts dazu schon ein paar Tage altes Video zur „Radautobahn“ und der Sprecher  überzeugt eindeutig durch seine… Ach, bewertet die Kompetenz doch einfach selbst.

 

Die gute Meldung der Ruhrnachrichten…

Die nächsten Schritte laut Beschlussvorlage:

Zur Entscheidungsfindung über den RS1 sind folgende Arbeitsschritte vorgesehen:
– Auftrag an die Verwaltung an der Konkretisierung der Maßnahme des RVR mitzuwirken
(Prozess weiter begleiten und zur Entscheidungsreife führen)
– Durchführung der Bürgerbeteiligung
– Bericht über Finanzierungsgespräche mit Dritten (EU, Bund, Land)
– Konkretisierung der Trasse in Dortmund
– Vorstellung und Entscheidung über die konkretisierten Planungen und
Finanzierungskonzepte in den politischen Gremien

Die Unterlagen im Ratsinformationssystem sind hier einsehbar:

https://dosys01.digistadtdo.de/dosys/gremrech.nsf/TOPWEB/02172-15

Ich hab für euch mal die aktuelle Dortmunder Trasse visualisiert:

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Simon Knur

Planer, Falt- und Liegeradfahrer aus dem Sauerland, wegen der Liebe und dem Job im Ruhrgebiet. Seit 2012 bei VCR und beruflich unterwegs zu den Themen Infrastruktur, Abwasser, Klimaschutz und Klimaanpassung. Blogge mit dem lokalen Schwerpunkt Essen, Radschnellweg und Radkultur.

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