Basel stoppt Anstieg der gefahrenen Auto-Kilometer

Im Gegensatz zu dem durchschnittlichen Radaktivisten, den es um mehr Radverkehr geht, ist mein Ziel, den Autoverkehr einzudämmen. Entsprechend gilt mein Interesse weniger den Niederlanden sondern bekanntlich Basel. Die aktuellen Zahlen bestätigen, dass es möglich ist, den Autoverkehr zu reduzieren während sowohl die Einwohnerzahl als auch die Anzahl Arbeitsplätze in Basel in dem Zeitraum deutlich gestiegen sind.

In Basel werden an zahlreichen Zählstellen die Fahrten gezählt. Darauf aufbauend, werden die jedes Jahr zurückgelegten Personen-Kilometer im Stadtgebiet berechnet. Beim Radverkehr wird der Wert dann noch um Witterungseinflüsse bereinigt, um langfristige Entwicklungen abzubilden. Wenn man sich die prozentuale Entwicklung seit 2010 anschaut, sieht man klare Entwicklungen.

 

(Abbildung: Kanton Basel Stadt)

Trotz mehr Einwohner und Arbeitsplätze, werden in der Stadt weniger Kilometer mit dem Auto zurück gelegt. Für viele Menschen hier im Ruhrgebiet sicherlich noch unvorstellbar. Etwas anders sieht es beim Index für den MIV-Total aus. Da sind die Autobahnen enthalten. Auf das Verkehrsaufkommen dort hat die Stadt wenig Einflussmöglichkeiten, da Basel ein Knotenpunkt internationaler Verkehre ist. Besonders stark wächst der Radverkehrsanteil. Dabei muss man aber beachten, dass der absolute Wert für 2010 jeweils anders war, so dass eine 1:1-Verlagerung unterschiedliche Beträge bei der prozentuale Veränderung bedeutet.

Norbert Paul

Der Verkehrsjournalist schreibt u. a. seit 2008 für Mobilogisch (ehemals Informationsdienst Verkehr). Von 2013 bis 2015 war er auch für den ADFC-Blog aktiv. Bei VeloCityRuhr schreibt er über Verkehrspolitik -planung, -recht und -forschung. Er ist berufenes Mitglied im Nahmobiliätsbeirat der Stadt Dortmund.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.