Freitag Demo für breite Fahrradstreifen

Die Zeit reicht nicht für den geplanten ausführlichen Artikel, darum nun als Kurzmeldung:
Am 2.9.2016 findet um 13.00 Uhr eine Demonstration für breite Radfahrstreifen auf der De-la-Chevallerie-Straße in Gelsenkirchen-Buer statt. Die innerstädtische Straße wird bisher in erheblichem Umfang von Durchgangsverkehr missbraucht, der eine Abkürzung für den vorhanden, überwiegend vierstreifigen Umgehungsring sucht. Die Verwaltung plant bisher einen 1,5m schmalen Schutzstreifen neben einer mit 5m überbreiten Kernfahrbahn, ähnlich der Faßstraße in Dortmund. Die Demonstranten um Volker Czimmeck fordern echte Radfahrstreifen (Ausgangsforderung: Drei Meter Breite) und Tempo 30 mit nur einem Fahrstreifen pro Richtung für den motorisierten Individualverkehr.

De-la-Chevallerie-Straße in Grün. Es ist leicht zu erkennen, warum die Straße von Durchgangsverkehr missbraucht wird, der eine Abkürzung für den Umgehungsring sucht. (Karte: Open-Streetmap-Mitwirkende/Peter Maier , CC-BY-SA )
De-la-Chevallerie-Straße in Grün. Es ist leicht zu erkennen, warum die Straße von Durchgangsverkehr missbraucht wird, der eine Abkürzung für den Umgehungsring sucht. (Karte: Open-Streetmap-Mitwirkende/Peter Maier , CC-BY-SA )

Als schwierig könnte sich die Frage erweisen, wie man die Straße für missbräuchlichen Durchgangsverkehr unattraktiv macht, ohne dabei die Bedingungen für den Busverkehr, der dort in erheblichem Umfang stattfindet, zu sehr zu verschlechtern. Bereits die Ankündigung der Demo hat zu Ergebnissen geführt: Die Grünen wollen nun plötzlich ebenfalls eine verbesserte Lösung mit tatsächlich benutzbaren Fahrradstreifen.
Treffpunkt ist der St. Urbanus-Kirchplatz, 13.00 Uhr. Die merkwürdige Uhrzeit soll vermutlich die Schüler der umliegenden Schulen ansprechen.

Weitere Informationen:
Volker Czimmeck fordert mehr Platz für Radfahrer in Buer
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Grüne machen sich in Buer für Radweg auf der De-la-Chevallerie-Straße stark

Peter Maier

Peter Maier aus Dortmund, schreibt unter Pseudonym und mit der Absicht, auch von jenseits der Stadtgrenzen zu berichten. Interessiert sich für Infrastruktur und die Frage, wie man des Rad als Verkehrsmittel für die große Mehrheit attraktiv machen kann. Ist leider nicht in der Lage, mit Falschparkern auf Radverkehrsanlagen gelassen umzugehen.

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