Infrastruktur

Radschnellweg RS1: Planung für Moers-Innenstadt im Ausschuss

Die Stadt Moers treibt die Planung des Radschnellwegs RS1 weiter voran. Der rund 118 km lange RS1 soll künftig von Hamm bis Moers durch das Ruhrgebiet führen. Nun steht ein wichtiger Schritt für den Abschnitt in der Moerser Innenstadt an.

Worum es konkret geht

Der Ausschuss für Stadtentwicklung soll der Vorzugsvariante für den innerstädtischen Abschnitt (ca. 1,8 km) zustimmen. Diese verläuft:

  • von Essenberger Straße / Konradstraße
  • über Martinstraße
  • entlang der Asberger Straße
  • bis Ruhrorter Straße

Umsetzung als Fahrradstraße

Da innerstädtisch oft nicht genug Platz für breite Radschnellwege vorhanden ist, wird der Abschnitt durchgehend als Fahrradstraße umgesetzt.
Das bedeutet:

  • Neuaufteilung der Verkehrsflächen
  • Vorrang für Radverkehr
  • Teilweise Wegfall von Parkplätzen

Auswirkungen auf Parken

  • Teilweise Reduzierung von Stellplätzen, vor allem im dichter bebauten Bereich
  • Im Osten: ausreichend Ausweichmöglichkeiten
  • Im Westen: hoher Parkdruck, aber Alternativen in Nebenstraßen (<300 m)
  • Maßnahmen:
    • Bewohnerparkausweise
    • mögliche Erweiterung von Parkzonen
  • Im südlichen Abschnitt bleiben einseitige Parkstreifen erhalten
  • Bei Sportveranstaltungen: zusätzliche Nutzung umliegender Parkflächen nötig

Weitere Planungsschritte

Für die Umsetzung sind noch erforderlich:

  • Zustimmung von Land NRW
  • Beteiligung von Behörden und Öffentlichkeit
  • Abschluss der Entwurfsplanung
  • Förderantrag (voraussichtlich 2027)

Blick auf den nächsten Abschnitt

Der anschließende Abschnitt Richtung Duisburg wird noch untersucht.
Hier sind umfangreiche Umweltprüfungen nötig, bevor eine Trasse festgelegt wird.

Kosten & Förderung

  • Gesamtkosten: ca. 6,4 Mio. €
  • Förderung: bis zu 95 %
  • Eigenanteil Stadt: ca. 320.000 €

Fazit

Mit der Entscheidung für eine Fahrradstraße wird der RS1 pragmatisch an die engen Platzverhältnisse der Innenstadt angepasst. Trotz Einschnitten beim Parkraum soll so eine durchgehende, sichere und schnelle Radverbindung entstehen – ein wichtiger Schritt für die Verkehrswende in der Region.

Quelle: KI-Zusammenfassung der Beschlussvorlage

Simon Knur

Planer, Falt- und Liegeradfahrer aus dem Sauerland, wegen der Liebe und dem Job im Ruhrgebiet. Seit 2012 bei VCR und beruflich unterwegs zu den Themen Infrastruktur, Abwasser, Klimaschutz und Klimaanpassung. Blogge mit dem lokalen Schwerpunkt Essen, Radschnellweg und Radkultur.

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