Essen

CDU Essen stoppt Radschnellweg

Die CDU in Essen hat heute ein überraschendes Infrastrukturprojekt vorgestellt: Der Radschnellweg RS1 von Duisburg bis Hamm soll vollständig zurückgebaut und durch eine Transrapid-Trasse ersetzt werden – die spektakuläre Vision: eine Direktverbindung von Paris über Essen bis nach Berlin!

Laut Parteisprecher sei der RS1 „ein interessantes Experiment gewesen“, doch angesichts wachsender Pendlerzahlen brauche das Ruhrgebiet „endlich wieder echte Hochgeschwindigkeit statt Gegenwind“. Der neue Transrapid soll künftig Paris, Essen, Bochum, Dortmund und Berlin in Rekordzeit verbinden – ganz ohne Stau, Ampeln oder platte Reifen. Haltepunkte sind an den bisherigen RS1-Knoten vorgesehen, allerdings mit deutlich futuristischerem Look und „magnetischem Flair“. Besonders ambitioniert: Perspektivisch wird geprüft, ob Studierende an der Universität Duisburg-Essen künftig direkt in das Transrapid-Terminal steigen können, um von Essen nach Berlin oder sogar Paris zu pendeln – natürlich CO₂-neutral, zumindest auf dem Papier. Die CDU ist offen für klimafreundliche Mobilität, wenn Sie nicht auf dem Fahrrad stattfindet, da ja Ziele wie Paris oder Berlin mit dem Rad auch nicht zu erreichen sind.

Baubeginn ist laut Planung „sobald alle Fördermittel gesichert, alle Gutachten abgeschlossen und alle Beteiligten vollständig überzeugt sind“ – also realistisch irgendwann zwischen 2035 und 2090.

Die CDU zeigt sich optimistisch: „Europa braucht Geschwindigkeit – Essen macht’s möglich.“

Simon Knur

Planer, Falt- und Liegeradfahrer aus dem Sauerland, wegen der Liebe und dem Job im Ruhrgebiet. Seit 2012 bei VCR und beruflich unterwegs zu den Themen Infrastruktur, Abwasser, Klimaschutz und Klimaanpassung. Blogge mit dem lokalen Schwerpunkt Essen, Radschnellweg und Radkultur.

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