Mit dem Rad befahrbarer Wallring in Dortmund verzögert sich um mindestens 10 Jahre

Wir berichteten kürzlich von den Verzögerungen bei der trivialen Einrichtung eines Fahrradparkhäuschens am Rathaus im Rahmen der „Emissionsfreie Innenstadt“. Überrascht hat das nicht, fährt Dortmund doch seit Jahren eine Ankündigungen-reichen-aus-Politik: Neuauflage Fahrradstadtplan? Fehlanzeige? Baubeginn des RS 1? Jedes Quartal um ein Quartal verschoben. Richtlinieneinhaltung? Irgendwann einmal, wenn Platz ist. Berücksichtigung des Radverkehrs beim Baustellen? Unvorstellbar. Statt Beratung durch den Beirat für Nahmobilität wird dieser hermetisch gegenüber Verwaltungshandeln und der Verkehrspolitik abgeschottet, wie ein Programm am PC in einer Sandbox. Und über all dem schwebt ein E-Zeppelin mit der Losung des E-OB, dass die Verkehrsplaner bald nach Dortmund statt nach Kopenhagen fahren werden, um gute Radinfrastruktur zu sehen. Dafür, dass er damit die Attraktivität von 100 % Mischverkehr meint, nachdem der letzte Radweg komplett erodiert ist, und sich damit mit dem Neuen Radaktivismus anlegt, spricht bisher kein Indiz. Wobei in 10 bis 20 Jahren sicherlich die Planungsmoden wieder … Aber das ist ein anderes Thema. ;-)

Da erwartet man von der gar nicht so emissionsfreien Innenstadt und ihren hochfliegenden Ankündigungen nur ein scheibchenweises Zurückrudern. Immerhin da erfüllt die Stadt die Erwartungen zuverlässig. Das geht sogar schneller voran als gedacht. Angekündigt war z. B. ein durchgängiges, attraktives Radwege-Angebot auf dem Wall. Das hätte bis Ende 2021 umgesetzt sein müssen, um gefördert zu werden. Wie die Ruhr Nachrichten berichten, ist daraus eine Machbarkeitsstudie für die Zeit nach 2030 geworden. Vorher soll nur eine Verbesserung im Bereich Ostwall und Schwanenwall kommen, die bereits jetzt erarbeitet wird, also nicht Teil eines Gesamtkonzeptes ist.

Norbert Paul

Norbert Paul ist per PGP-Schlüssel erreichbar (Testphase) über die E-Mail-Adresse norbert.paul@velocityruhr.net

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