Lösung Weihnachtsrätsel

(Bild: www.r-m.de | pd-f)

Heute gibt es die versprochene Auflösung für unser Weihnachtsrätsel.

Frage 1:

Am 31. März 1938 waren die drei Städte mit den meisten Kilometern Radwege

  1. Gelsenkirchen (11,897 Radweg mit einfacher Fahrbahn + 21,035 km mit getrennter Fahrbahn für beide Richtungen = 32,932 km)
  2. Münster (25,822/—/25,822)
  3. Bottrop (14,505/8,550/23,055)

Das ist im Vergleich zu den Städten im Rheinland wenig gewesen.

  1. Köln (58,990/65,082/124,072)
  2. Duisburg (38,110/40,886/78,996)
  3. Düsseldorf (26,188/37,451/63,639)

Die Städte Oberhausen, Essen und Krefeld hatten jeweils auch noch mehr Radwegekilometer als Gelsenkirchen.

Frage 2:

Die deutliche Mehrheit der Radwege hatte einfache Schotterdecken.

Dortmund: 6,110 km sowie 1,905 km Bitumdecke

Bochum: 13,376 km sowie 2,521 km Pflasterdecke.

Von 0,258 km in Herne abgesehen waren das in Bochum die einzigen gepfasterten Radwege in der ganzen Provinz. In der Nachbarschaft war man weiter. Castrop-Rauxel hatte alle 6,500 km Radweg z.B. mit Bitumdecken versehen, ebenso Witten seine 1,199 km und Wattenscheid seine 3,530 km.

Frage 3:

Kaum zu glauben, aber damals war kein Radweg schmaler als 1,50 m in Dortmund, aber auch keiner breiter als 2,50 m. In Bochum war die Mehrheit (9,959 km) zwischen 1,50 und 2,50 m, ein Teil schmaler (2,436 km) und Teil breiter (3,502 km). In Münster – das nur am Rande – waren 17,600 von den 25,822 km höchstens 1,50 m breit. Bottrop, dass ja ebenfalls ein großes Netz hatte, hatte alle Radwege in einer Breite zwischen 1,50 und 2,50 m realisiert. Lünen hingegen hatte keinen Radweg unter 2,5 m Breite – dafür aber auch nur 2,000 km Radweg.  Ganz anders Castrop-Rauxel. Dort waren alle Radwege höchstens 1,50 m breit.

Frage 4:

Es wurden 1421 Radfahrer*innen durchschnittlich gezählt. Das ist im Vergleich zu Zählpunkten am Wall, am Hellweg oder in Hörde noch wenig. 10.506 waren es am Burgtor, dem Spitzenreiter. Diese Strecke war damals draußen auf dem Acker. Mit den Hochschulen und dem Technologiepark sollen es beim, RS 1 laut der Machbarkeitsstudie 2.000-3.000 bzw. 3.000-4.000 DTV (Seite 123) werden.

Auf dem nahegelegenen heutigen Krückenweg waren es 3213 Radfahrer*innen.

Quelle

Schacht, Hans-Joachim 1939: Statistisches Handbuch des Radfahrverkehrs; Schriftreihe der Reichsgemeinschaft für Radwegebau, 5; Berlin: o. V., 29.107-110.

Regionalverband Ruhr (Hg.) o. J.: Machbarkeitsstudie Radschnellweg Ruhr; http://www.rs1.ruhr/fileadmin/user_upload/RS1/pdf/RS1_Machbarkeitsstudie_web.pdf, 59.123

Norbert Paul

Der Verkehrsjournalist schreibt u. a. seit 2008 für Mobilogisch (ehemals Informationsdienst Verkehr). Von 2013 bis 2015 war er auch für den ADFC-Blog aktiv. Bei VeloCityRuhr schreibt er als Kooperationspartner von VeloCityRuhr über Verkehrspolitik -planung, -recht und -forschung. Er ist berufenes Mitglied im Nahmobiliätsbeirat der Stadt Dortmund. Er ist per PGP-Schlüssel erreichbar (Testphase) über die E-Mail-Adresse norbert.paul@velocityruhr.net

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