Wo gibt es fahrradfreundliche Verkehrseinrichtungen?

Die ADFC-Ortsgruppe Hagen veranstaltet j√§hrlich eine Radtour mit dem Oberb√ľrgermeister, dem Baudezernenten und dem Verkehrsplaner durch die Stadt und sie zeigen dabei allerlei Verbesserungsw√ľrdiges aus Radfahrersicht auf.

Ebenso gibt es auch eine Menge Vorschl√§ge f√ľr Neues. Kleinere Dinge, meist √Ąnderungen bei den Beschilderungen, werden danach tats√§chlich schnell umgesetzt. Gr√∂√üeres und Teures, wie beispielsweise die Umwandlung ehemaliger Bahntrassen zum Radweg oder eine Radstation am Hauptbahnhof lassen auf sich warten.

Daher habe ich eine Bitte an die Leser:

Bei der diesjährigen Tour machte der Baudezernent den Vorschlag im nächsten Jahr mal eine fahrradfreundliche Stadt zu besuchen, um den städtischen Verkehrsplanern ein paar Ideen mit auf den Weg zu geben.

Das Problem ist: Nach meiner Meinung gibt es in Deutschland keine fahrradfreundliche Stadt. Die Ortsgruppe w√ľrde sich jedoch mit den st√§dtischen Verkehrsplanern einige fahrradfreundliche Verkehrseinrichtungen ansehen, die wir auch in Hagen gebrauchen k√∂nnten. Ich denke da an

– Radstation

Рausreichend breite Radspur / Schutzstreifen mind. 1,85 breit, nach Möglichkeit aus einer normalen Fahrspur umgewandelt

– aufgeweitete Radaufstellstreifen (vor Ampeln)

– Pedelec Vermietung

– vern√ľnftige Radst√§nder

РFahrradstraße, jedoch nur wenn sie gegen Durchgangsverkehr von Autos gesichert wurde.

Weitere Ideen sind willkommen. Die Musterstadt sollte in NRW liegen und muss nicht unbedingt alles haben. Ihr könnt eure sachdienlichen Hinweise mit möglichst genauer Ortsnennung hier in die Kommentare schreiben oder per E-Mail an
adfc-hagen (ät) web.de senden.

Michael Schröder

Da ich nicht nur in der Freizeit, sondern auch im Alltag das Fahrrad nutze, interessieren mich (Rad-)verkehrsthemen. Ich w√ľrde mich freuen, wenn unsere St√§dte nicht nur rad-, sondern auch fu√üg√§ngerfreundlicher w√ľrden und somit f√ľr alle lebenswerter. Seit einigen Jahren engagiere ich mich in der ADFC Ortsgruppe - mal mit mehr und mal mit weniger Erfolg.

27 Gedanken zu „Wo gibt es fahrradfreundliche Verkehrseinrichtungen?

  • 22.11.2016 um 23:59
    Permalink

    Sollen die Hagener doch nach Nijmegen fahren, ist gar nicht mal so weit weg.

    Nach der Einwohnerzahl sind die beiden Städten in etwa vergleichbar.

    Dort gibt es z.B. vorbildliche Modelle f√ľr Fahrradstra√üen zu besichtigen, aber auch vorbildliche L√∂sungen zum Radfahren in Fu√üg√§ngerzonen / Gesch√§ftsbereichen.

    Nat√ľrlich gibt es dort auch Fahrradstationen.

    Antwort
    • 23.11.2016 um 0:14
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      Noch zu Nijmegen: Ein bisschen bergig ist dort auch, und enge Straßenräume gibt es dort auch.

      Antwort
  • 23.11.2016 um 21:52
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    @cyclist Vielen Dank f√ľr den Hinweis auf Nijmegen. Generell kann man sicherlich in den Niederlanden eine Menge zur Qualit√§t von RVA lernen. Leider werden unsere Verkehrsplaner das nicht akzeptieren, da sie Beispiele in D (nach den Deutschen Richtlinien) sehen wollen.

    Ich war auch in diesem Jahr in Nijmegen und bin dort viel Rad gefahren. Dabei gibt es unterschiedliche Stra√üen: Eine Einfallstra√üe war in typisch Deutscher Breite und Aufteilung: 4 Fahrspuren, 2 in jeder Richtung plus Gehwege aber kein Platz f√ľr einen Radweg. Radfahrer auf der Fahrbahn habe ich dort nicht gesehen, obwohl in den Vorg√§rten Fahrr√§der standen.

    Niederl√§ndische Breite: Hier sieht man h√§ufig in der Mitte eine 2 oder 4-spurige Fahrtrasse, daneben aber noch eine Art Anliegerstra√üe. Dieser Platz wird oft f√ľr Radwege und/oder zum Parken und als Zufahrt genutzt. Solche Stra√üen gibt es bei uns fast gar nicht; in Hagen f√§llt mir nur die Weststra√üe ein, die seitlich noch eine Anliegerstra√üe hat.

    Schutzstreifen: Wenn die Straßen schmal sind, werden auch die Schutzstreifen schmal, so wie in D. Allerdings sind diese rot eingefärbt und wenn die Straße wieder breiter wird, wird auch der Schutzstreifen breiter, während er in D schmal bleibt.

    Mit einem Auto-Modal-Split von 51% spielt Nijmegen fast in der Liga von Wuppertal und liegt h√∂her, als D√ľsseldorf. Der sehr hohe Aufwand an RVA wirkt sich demnach nicht positiv auf die Autobelastung aus, welches auch mein Eindruck dort war.

    Antwort
    • 24.11.2016 um 3:39
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      Mit einem Auto-Modal-Split von 51% spielt Nijmegen fast in der Liga von Wuppertal und liegt h√∂her, als D√ľsseldorf. Der sehr hohe Aufwand an RVA wirkt sich demnach nicht positiv auf die Autobelastung aus, welches auch mein Eindruck dort war.

      Ist ja auch kein Wunder, wenn man den flie√üenden Kfz-Verkehr von allen st√∂renden Einfl√ľssen, wie Radfahrer*innen, M√ľllautos, Lieferverkehr, Parksuchverkehr mit gro√üem Fl√§chenaufwand befreit, wie du schreibst.

      Niederl√§ndische Breite: Hier sieht man h√§ufig in der Mitte eine 2 oder 4-spurige Fahrtrasse, daneben aber noch eine Art Anliegerstra√üe. Dieser Platz wird oft f√ľr Radwege und/oder zum Parken und als Zufahrt genutzt.

      Antwort
    • 28.11.2016 um 19:27
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      Eine fahrradfreundliche Stadt in NRW, wegen der Schlandischen Richtlinien? Tut mir ja leid wenn ich das jetzt so drastisch sage, aber das ist ein Widerspruch in sich.
      Bitte einfach mal genauer anschauen was das f√ľr Richtlinien sind und dann anschauen was f√ľr haneb√ľchener Mist gem√§√ü ebenjener Richtlinien entstehen darf und dann die Frage entweder nochmal stellen, oder begreifen da√ü dann kein Weg an einem Ausflug √ľber die Grenze zu unseren Nachbarn in NL vorbei f√ľhrt.

      1993 wurde die AGFS gegr√ľndet und sie war vom Start weg ein reiner Lobbyladen, wo es stets um die Vermarktung eigenwilliger Interessen ging und das bessere Abgreifen von F√∂rdergeldern.
      Ich wohne in Hamm, welches sich r√ľhmt damals zu den Gr√ľbndungsmitgleidern der AGFS geh√∂rt zu haben. Das ist jetzt 23 Jahre her und was hat sich seitdem faktisch zum tats√§chlich besseren ver√§ndert? „Nichts“ w√§re keine faire und richtige Antwort, aber mit „verdammt wenig“ und „viel zu wenig“ und vor allem mit „weitaus weniger, als notwendig gewesen w√§re“ trifft aber schon recht nahe ins Zentrum. Ich w√ľrde soweit gehen und von den 23 verstrichenen Jahren mindestens 20 als komplett vertane Zeit bezeichnen.

      Und nun ist die AGFS damit beschäftigt den RS1 zu planen. Das ging ja blitzfix und aus der Uridee einer Entlastungsstrecke so grob parallel zur A40, wurde ein AGFS-weites Projekt, welches schon nach wenigen Wochen begann seine Absurdität zu zeigen. Werde ich noch einen längeren Beitrag zu verfassen, ist nur leider noch nicht fertig.
      Daher nur ganz kurz: Der RS1 ist in seinem √∂stlichen Verlauf einzig und allein daf√ľr bestimmt um mit Landes- und Bundesmitteln bestehende vornehmlich touristisch genutzte Routen aufzuwerten und eben f√ľr Tourismus besser vermarkten zu k√∂nnen. Es wird damit aber kein signifikanter Mehrwert im urspr√ľnglichen Sinne des Vorhabens gewonnen werden, da bin ich √ľberzeugt. Der Versuch f√ľr eine w√ľrdige L√∂sung wurde erst gar nicht unternommen.

      Und damit der Bogen zur√ľck zu den tollen eigenen Richtlinien. Nachdem die Idee in der Welt war, fuhr eine Delegation nach NL und schaute sich dort die bestehenden Radschnellwege an und man war beeindruckt, sagte aber auch danach sofort „so k√∂nnen wir das f√ľr hier nicht √ľbernehmen, wir brauchen eigene Richtlinien“ und wenn man sich nun anschaut WAS da geplant wird und man wei√ü wie die Radschnellwege in NL so aussehen und funktionieren, dann wird das was hier denselben Namen tragen soll, nicht dolle viel mit dem Vorbild gemeinsam haben.

      Und deswegen: Wenn man wirkilch etwas DAZU LERNEN m√∂chte, nicht in NRW suchen, sondern ab √ľber die Grenze! Und wenn das Budget das nicht hergibt, dann fahre man zumindest bis nach Bocholt. Ist zwar keine Gro√üstadt, aber dort war ich mit dem Rad relativ wenig genervt. S’gibt aber auch nicht sooo extrem viele gr√∂√üere Stra√üen. Manches ist auch dort noch doof und gef√§hrlich, aber im Vergleich mit anderswo ist es schon recht gut geworden.
      Wobei das reine Bereitstellen von netter neuer Infrastruktur meines Erachtens zuwenig ist. Es braucht dazu deutlich mehr begleitende Ma√ünahmen bei der Verkehrserziehung und auch der √úberwachung, v.a. aber auch beim Unterhalt. Und gerade Unterhalt ist ein sehr schwieriges und rasch auch unangenehmes Thema und entsprechend wird dar√ľber auch nur sehr selten mal gesprochen.

      Antwort
      • 28.11.2016 um 22:26
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        Nachdem die Idee in der Welt war, fuhr eine Delegation nach NL und schaute sich dort die bestehenden Radschnellwege an und man war beeindruckt, sagte aber auch danach sofort ‚Äěso k√∂nnen wir das f√ľr hier nicht √ľbernehmen, wir brauchen eigene Richtlinien‚Äú und wenn man sich nun anschaut WAS da geplant wird und man wei√ü wie die Radschnellwege in NL so aussehen und funktionieren, dann wird das was hier denselben Namen tragen soll, nicht dolle viel mit dem Vorbild gemeinsam haben.

        Und wie haben sie begr√ľndet, dass das in Dt nicht geht?

        Wobei das reine Bereitstellen von netter neuer Infrastruktur meines Erachtens zuwenig ist. Es braucht dazu deutlich mehr begleitende Ma√ünahmen bei der Verkehrserziehung und auch der √úberwachung, v.a. aber auch beim Unterhalt. Und gerade Unterhalt ist ein sehr schwieriges und rasch auch unangenehmes Thema und entsprechend wird dar√ľber auch nur sehr selten mal gesprochen.

        Zustimmung.

        Antwort
        • 29.11.2016 um 12:23
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          „Und wie haben sie begr√ľndet, dass das in Dt nicht geht?“

          DAS verschweigt die AGFS uns leider. Ich kann gar nicht verstehen weshalb?

          Mir ist klar, meine Argumentation ist an der Stelle etwas d√ľnn. Ich gehe daher den umgekehrten Weg und verweise auf einen Abgleich dessen was geplant wird oder bereits gebaut wurde, mit dem was man vorgibt erzielen und erreichen zu wollen und bewerte dies dann in Hinsicht auf die mir wahrscheinlich erscheinenden Beweggr√ľnde.

          Was ich hier in NRW immer wieder lese, wenn es um Absichtserklärungen in Sachen Radwegeinfrastruktur 2.0 geht, dreht sich stets auch und gerne dabei auch sehr deutlich um touristische Aspekte. Ist an sich auch erstmal nichts verwerfliches. Wenn man aber genauer hinschaut erkennt man, hier werden sehr gerne Dinge miteinander vermischt, die nur eine seeeehr kleine gemeinesame Schnittmenge haben, was die Anforderungen angeht.
          Konkret: Der RS1 wird im √∂stlichen Bereich zum erdr√ľckenden Gro√üteil (den genaueren Wert muss ich noch ausw√ľrfeln) auf einer bestehenden bereits intensiv touristischen genutzten Struktur geplant. Massentourismus, normale Feierabend-Erholungssuchende, Kinder und Hunde vertragen sich aber nicht mit einer auf Wachstum ausgerichteten flott fahrenden Pendlernutzung. Das ist wie Feuer und Wasser, bringt man es zusammen geht es so richtig zischend und dampfend rund. Ein wahrer B√§rendienst f√ľr den Radverkehr der Zukunft!

          Richtlinien die so etwas ermöglichen oder gar fördern bzw. andersrum das Konfliktpotential verharmlosen, sind das Speichermedium nicht wert auf dem sie als Powerpoint Präsentation abgespeichert werden.

          Antwort
          • 01.12.2016 um 14:42
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            DAS verschweigt die AGFS uns leider. Ich kann gar nicht verstehen weshalb?

            Und das, obwohl die AGFS und ihre Mitglieder doch gerne die NL als Vorbild nennen.

            Der RS1 wird im √∂stlichen Bereich zum erdr√ľckenden Gro√üteil (den genaueren Wert muss ich noch ausw√ľrfeln) auf einer bestehenden bereits intensiv touristischen genutzten Struktur geplant.

            Davon war nie die Rede, dass die Infrastruktur auch darauf ausgelegt werden muss. Weiß man das nicht oder verschweigt man das bewusst?

            Antwort
            • 07.12.2016 um 13:09
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              Norbert:
              „Davon war nie die Rede, dass die Infrastruktur auch darauf ausgelegt werden muss. Wei√ü man das nicht oder verschweigt man das bewusst?“

              Ich verstehe jetzt nicht ganz, was Du genau meinst.
              Die deutliche touristische Ausrichtung des RS1 ist fester Bestandteil der Planungen, da wird gar kein Hehl draus gemacht. Das sich diese Vermischung aber in der Praxis erheblich beisst, dar√ľber spricht niemand.

              In Hamm wird daher, wenn √ľber den RS1 √∂ffentlich parliert wird, immer nur im Zusammenhang mit Attraktivit√§tssteigerungen f√ľr die Innenstadt und eben touristischen Belangen (Anbindung Werse-Radweg, Weiterf√ľhrung R√∂mer-Route) gesprochen. Neuester schlechter Scherz ist die mehr wahnhafte denn witzige Idee die Innenstadt √ľber eine Seilbahn mit den wahnsinnig dringend zu entwickelnden Lippeauen (nachdem aus dem Lippesse vor 10 Jahren nichts wurde, was aber dann unmittelbar den Phoenixsee erm√∂glich hat!) anzubinden und das inklusive Radmitnahme(!) um damit dann auch *festhalten* eine tolle Anbindung an den RS1 zu erm√∂glichen, der ja auf dem Mitteldamm bzw. an der B61/63 Innenstadtkanal/flussbr√ľcke beginnen soll.

              Neue Br√ľcken w√§ren zu teuer und aufwendig….

              Ehrlich, sich gedanklich auf solch ein Niveau zu begeben, um dar√ľber dann inhaltlich nachzudenken TUT MIR WEH! Hamm-> HAM ist die Abk√ľrzung f√ľr „Hau ab Mensch!“

              Antwort
              • 07.12.2016 um 20:32
                Permalink

                Also bisher habe ich das nicht so wahrgenommen, dass man den RS 1 so touristisch sieht √∂stlich von Dortmund. F√ľr mich klang das nach „bisher ungenutzten Kanalbetriebswegen“. Was mich dann aber auch wunderte, wie wichtig Hamm die Anbindung an Touri-Angebote im Anschluss war. Aber mit deinen Erl√§uterungen im Hinterkopf ist das doch sehr plausibel.

                St√§dtische Seilbahnen sind gerade weltweit ein Thema, aber wie so h√§ufig werden diese dekontextualisiert dann versucht in Dt. zu √ľbernehmen, weil man sich damit wei√ü was ich verspricht. Erfolgreich sind die Seilbahnen in gro√üen Gro√üst√§dten, die deutlich dichter bebaut sind als dt. St√§dte und denen es an einem tragf√§higen √ĖPNV fehlt und das Geld f√ľr U-Bahnen und der Platz f√ľr Busse und Stra√üenbahnen. Seilbahnen in Gebiete, die nur wenige Wochen im Jahr intensiv genutzt werden, sind was anderes.

                Antwort
      • 29.11.2016 um 17:52
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        Die Bedingung „nach Deutschen Richtlinien“ ist ja nicht deswegen, weil die Deutschen Richtlinien (i.W. StVO und ERA) besonders toll w√§ren, sondern weil jemand von unserer Stra√üenverkehrsbeh√∂rde mitkommt. In den Niederlanden h√§tte er die M√∂glichkeit alle guten Beispiele wegzuwischen, da es dort andere Richtlinien gibt.

        Zum Thema AGFS bin ich genau deiner Meinung. Nicht umsonst gibt es unter Radfahrern den Spruch: „Wenn sich eine Stadt fahrradfeundlich nennt, braucht sie es dann nicht mehr zu sein.“
        Plant die AGFS denn den RS1? Ich dachte daf√ľr w√§re der RVR zust√§ndig.

        Bocholt habe ich als Fußgänger eher in negativer Erinnerung. Das besondere dort war, dass man gewohnt ist auf der grauen Fläche zu gehen und der rote Bereich dann der Radweg ist. In Bocholt ist es aber genau umgekehrt. Dazu gab es noch viele rechtswidrig benutzungspflichtige Radwege schlechter Qualität. Wenn sich dort nicht viel geändert hat, kommt Bocholt eher nicht infrage.

        Antwort
        • 01.12.2016 um 14:35
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          Plant die AGFS denn den RS1? Ich dachte daf√ľr w√§re der RVR zust√§ndig.

          so genau weiß das keiner, ob nun Straßen NRW, der RVR, die Kommunen oder eine Kombination. Da laufen m. W. nach die Abstimmungen.

          Antwort
        • 07.12.2016 um 13:16
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          “ In den Niederlanden h√§tte er die M√∂glichkeit alle guten Beispiele wegzuwischen, da es dort andere Richtlinien gibt.“

          Ich bin letzte Woche mit der Bahn nach Rotterdam und dann etwas mit dem Rad umher und weiter nach Hoek van Holland. Was ich da mal wieder so alles gesehen habe, trotz der ehr kurzen Strecke und kurzen Dauer, läßt mich an meiner Empfehlung NL festhalten. Wir brauchen hier halt deutlich andere Richtlinien! Und etwas das die Bezeichnung Kontrolle auch verdient.

          Dazu drei Fotos:
          https://c7.staticflickr.com/6/5569/31086791750_de5c1cb3c3_z.jpg
          https://c6.staticflickr.com/6/5745/30649543133_db152e746f_z.jpg
          https://c5.staticflickr.com/6/5565/31087013260_9da5d46b0f_z.jpg

          Ich bin ein großer Freund der Niederländischen Art die Vorfahrt zu markieren, ganz besonders eben an Kreisverkehren, aber auch auf Radwegen selber. Sehr klare Verhältnisse.
          Auf den nachfolgenden zirka 450km England war am auffallendsten wie diszipliniert an Kreisverkehren gefahren wird und Mittellinien m√∂glichst nicht √ľberfahren und vor nicht ausreichend einsehbaren Stra√üenabschnitten hinter Radfahrern herfahrend gewartet wird. Kenne ich aus Schland praktisch gar nicht. Und so gut wie alle haben sich die beste M√ľhe gegeben mit einem ausreichendem Sicherheitsabstand zu √ľberholen.

          PS: Ich hatte vor vielen Jahren mal nen kurzen Kontakt zu einem Michael Schr√∂der, der aus Methler kam und sich auch f√ľrs Kanufahren interessierte. Passt da zuf√§llig was zusammen? ;)

          Antwort
          • 11.12.2016 um 20:45
            Permalink

            PS: Ich hatte vor vielen Jahren mal nen kurzen Kontakt zu einem Michael Schr√∂der, der aus Methler kam und sich auch f√ľrs Kanufahren interessierte. Passt da zuf√§llig was zusammen?

            Mein Name ist nicht so selten. Nein, aus Methler komme ich nicht. Das muss einer der vielen Namensvettern sein.

            Antwort
  • 25.11.2016 um 12:34
    Permalink

    Bochum.

    Radstation am Hbf

    Neuaufteilungen Bessemer Stra√üe, Werner Hellweg (westlicher Abschnitt) jeweils mit jetzt √ľberbreiten Radfahrstreifen, die vorher normale Fahrbahnen waren. Ansonsten z.B. Herner Str. (innenstadtnah √§lter und damit schmaler als Richtung Herne).

    Aufstellblasen z.B. Ecke Herner Str./Br√ľckstr.; Ecke Hans-B√∂ckler-Str./Br√ľckstr.; Ecke Hustadtring/Schinkelstr.;

    Vern√ľnftige Radst√§nder: Praktisch in der gesamten Innenstadt, ansonsten auch (noch) vereinzelt auf das Stadtgebiet verteilte runde Anlehnb√ľgel (bzw. „Lollies“ oder „Schnuller“)

    Pedelecvermietung durch die Stadt gibt es nicht, daf√ľr vereinzelt durch andere: http://www.bochum-tourismus.de/de/service/fahrrad.php

    Fahrradstra√üen gibt es in Bochum ebenfalls (noch) nicht, die ersten Ausweisungen sind f√ľr 2017 geplant.

    Antwort
  • 25.11.2016 um 13:38
    Permalink

    Vielen Dank f√ľr den Hinweis. Bochum kommt in die Auswahl. Ist ja auch nicht so weit weg. ;-)

    Antwort
  • 28.11.2016 um 19:39
    Permalink

    Wenn es nach den gew√ľnschten Kriterien und Deutschlandzwang geht, w√ľrde ich nach Kiel fahren. Ich selbst hatte dorthin schon einmal eine Exkursion mit Beh√∂rdenvertretern und Politikern organisiert.

    Kiel ist bei weitem nicht so vorbildlich wie die Niederlande, aber im Vergleich zu Hagen gibt es in Kiel wesentlich mehr Radfahrer.

    Kiel hat eine Radstation, viele Fahrradsta√üen, aufgeweitete Aufstellstreifen, und ist sogar ein wenig bergig (h√ľgelig).

    Antwort
        • 28.11.2016 um 21:46
          Permalink

          Danke f√ľr diese Infos! Auch wenn das manche nicht gerne h√∂ren, ging es da mit Radfahrstreifen.

          Antwort
        • 29.11.2016 um 18:04
          Permalink

          Vielen Dank f√ľr deinen Hinwes auf Kiel. Da wohnt doch auch ein bekannter Verkehrsrechtsanwalt. ;-) Die Bahnfahrt dauert allerdings 4,5 bis 5 Stunden. Das macht nur mit einer √úbernachtung Sinn. Ob die Stadt daf√ľr Geld hat? Ich kanns ja mal vorschlagen, aber es fehlt mir noch die Begr√ľndung, ob es dort etwas gibt, was es im Ruhrgebiet nicht auch gibt. Auf einem Foto in der RadCity sind auch Schutzstreifen zu sehen, die denen in der K√∂lner Stra√üe sehr √§hnlich sind. Es w√§re ja mal was, wenn man diese zwischenzeitlich entfernt h√§tte und durch vern√ľnftig breite Radstreifen ersetzt h√§tte.

          W√ľrde das Bundesverkehrsministerium nicht auf die Entfernung des Soester Jakobi-Schutzstreifen bestehen, w√§re Soest das Ziel geworden. Endlich gab es einen Schutzstreifen, der nicht in der Dooringzone lag und der ein Nah√ľberholen durch Autofahrer verhindert hat. In anderen St√§dten besteht jetzt die Gefahr der schlechten Vorbilder.

          Antwort
          • 30.11.2016 um 17:27
            Permalink

            Kiel hat ähnlich wie Hagen nicht allzuviel Geld Рund ein marodes Straßennetz. Zum damaligen Zeitpunkt vor rund zehn Jahren war Kiel beispielhaft. Später wurde Kiel beim Fahrradklima-Test wiederum schlechter bewertet. Offenbar gab es keine Kontinuität in der Radverkehrsförderung. Ich bin allerdings aktuell nicht der Kiel-Experte.

            Die Aufsteiger beim Fahrradklima-Test lagen in den letzten Jahren in S√ľddeutschland. Allerdings habe ich bislang noch keine pers√∂nlichen Erfahrungen in Karlsruhe und Freiburg sammeln k√∂nnen.

            Antwort
            • 01.12.2016 um 14:33
              Permalink

              Freiburg fand ich √ľberhaupt nicht √ľberzeugend. Ein Psydo-Radschnellweg der irgendwo im Nichts beginnt und im Nichts endet (und man noch nicht mal das Ende genau findet …) l√§sst einen ratlos in Vororten stehen. Die City mit dem Rad zu queren geht noch schlechter als in Dortmund und da ist das schon so, dass man gro√üe Verbesserungen erzielen kann. Wenn ein Gro√üteil der Schilder von vor 1992 stammen muss, Schilder aber nur eine Lebensdauer von 10-15 Jahren haben, kann man sich dann denken, wie lange sich da schon keiner mehr um den Wege gek√ľmmert hat.

              Antwort
      • 28.11.2016 um 21:40
        Permalink

        In Kiel ist es gelungen, im Zeitraum von 1988‚Äď2002 den Anteil des Fahrradverkehrs von 8 % auf 17 % zu steigern. Die Zuwachsraten des Fahrradverkehrs ersetzen ausschlie√ülich Fahrten, die vorher mit dem Auto zur√ľckgelegt wurden.

        Wusste ich doch, dass das gehen muss. Danke f√ľr den Hinweis. Ich will mehr wissen. :-)

        Antwort
  • 30.11.2016 um 17:27
    Permalink

    Die StVO bietet allerdings auch etwas Spielraum der von anordnender Behörde zu anordnender Behörde (möglicherweise auch Personen-, Stadt- und Radkulturabhängig) unterschiedlich ausgelegt und genutzt wird. Dazu nur der Hinweis auf die Experimentierklausel der StVO §45(1)6.

    Antwort
    • 20.02.2017 um 19:39
      Permalink

      Ich habe Bochum vorgeschlagen, weil es dort u. a. Beispiele f√ľr eine Umwandlung von 4-spurigen Stra√üen zu zwei Spuren plus regul√§ren Radstreifen gibt; also keine Quetschl√∂sung wie bei uns in Hagen mit weiterhin 4 Spuren + superschmaler Schutzstreifen. Es kann nat√ľrlich sein, dass es so etwas auch in Bochum gibt, aber wir wollen uns selbstverst√§ndlich die besseren L√∂sungen ansehen.
      Jetzt warten wir auf eine Antwort von der Stadt, ob die Exkursion auch den Planern genehm ist.

      Antwort

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