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Haltehilfen für haltende Radfahrer – seit 100 Jahren bekannt

Vieles, was als Innovation gepriesen wird, ist dann von der Idee dann doch nicht so neu. Der Radschnellweg. Die „geschützte“ Kreuzung. So ist es auch mit der Idee, Radfahrer*innen Griffmöglichkeiten beim Anhalten zu bieten.

(Foto: Norbert Paul)

 

Die Idee, dass man sich beim Anhalten festhält, findet sich bereits in einem Aufsatz des Autor F. Achilles von 1928 (S. 42).

Man braucht nur in geeigneter Weise an den Straßenkanten Stützstangen anzuordnen, an die der Radfahrer heranfahren und sich anstützen kann, so daß er im Sattel anzuhalten vermag, ohne die Gleichgewichtslage zu verlieren. Er stört dann niemand beim Halten durch Abspringen, und er kann auch mit größerer Beschleunigung anfahren, wiederum, ohne andere zu behindern. Nichts ist einfacher als derartige Stützstangen. Sie sind auch keineswegs störend im Straßenbild oder Verkehrshindernisse. Hat man doch an manchen Stellen derartige Abgrenzungen bereits durch Ketten und dergleichen vorgenommen um den Verkehr in bestimmten Bahnen zu leiten, da lassen sich mit Vorteil derartige Stützstangen anbringen, denn gerade an diesen Stellen sind sie recht nützlich.

 

Quelle:

Achilles, F. (1928): Radfahrer in großstädtischen Verkehrsstraßen. In: Verkehrstechnik 9, S. 41–43.

Norbert Paul

Bin ohne Warnweste und unzulässigen sowie unsinnigen Blinklichtern unfallfrei mit dem Rad im Alltag unterwegs – auch in dunklen Sachen. Nach einschlägigem Studium folgten mehrere berufliche Stationen in der Verkehrsverwaltung. Dabei heute vor allem mit Rechtsfragen befasst. Mit meinem PGP-Schlüssel kann man mir an norbert.paul@velocityruhr.net verschlüsselte E-Mails schreiben.

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