Ordnungsamt Dortmund will nicht genug Personal

Das Dortmunder Ordnungsamt wurde im Rat gefragt:

Welchen Personalbedarf sieht die Stadt Dortmund um einen Großteil der VerstĂ¶ĂŸe auch ahnden zu können? Mit welchen Kosten und Einnahmen wĂ€re dies verbunden?

Das wĂ€re natĂŒrlich eine gute Gelegenheit, darauf hinzuweisen, dass der Rat bisher nicht genug Personal zur VerfĂŒgung stellt. Das Ordnungsamt antwortet lieber:

Die Stadt Dortmund verfĂŒgt ĂŒber ca. 1.800 km Straßennetz. Eine stĂ€ndige, flĂ€chendeckende Überwachung und Ahnung von ParkverstĂ¶ĂŸen im gesamten Stadtgebiet ist somit nicht realisierbar.

Je nachdem wie eng man flÀchendeckend versteht, wÀre die Zahl berechenbar. Notfalls senkt man damit die Arbeitslosenquote in Dortmund auf Null. Und weiter:

Der Personalbedarf richtet sich vielmehr nach der GrĂ¶ĂŸe der bewirtschafteten ParkflĂ€chen, den tĂ€glichen BewirtschaftungszeitrĂ€umen und der jeweiligen Beschwerdelage. In AbhĂ€ngigkeit von diesen Faktoren Ă€ndern sich die Kosten und die Einnahmen.

Da steht also Schwarz auf Weiß: Nicht die Durchsetzung des Rechtes ist maßgeblich und/oder die Verkehrssicherheit, sondern vor allem die Parkraumbewirtschaftung. Selten hat die Stadt Dortmund sich selber ein so schlechtes Zeugnis ausgestellt. Und: Man handelt ansonsten vor allem, wenn es Beschwerden gibt. Wie gesagt, ein viel schlechteres Zeugnis kann sich das Ordnungsamt selber nicht ausstellen.

Norbert Paul

Norbert Paul ist per PGP-SchlĂŒssel erreichbar (Testphase) ĂŒber die E-Mail-Adresse norbert.paul@velocityruhr.net

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