Der RS 1 beginnt in Dortmund als Verkehrsgefahr

Je weniger eine Stadt erkennbar zum Radfahren einlĂ€dt, um so lauter und schriller muss die Selbstbeschreibung sein: Dortmund hat sich deshalb zum Kopenhagen Westfalens ernannt. Das ist so glaubwĂŒrdig, wie sich selbst ernennende Radverkehrsexperten ohne einschlĂ€gige Qualifizierung oder Jahre des intensiven Selbststudiums. Beiden gemeinsam ist, dass es bei dem Output an Substanz mangelt. WĂ€hrend die einen andere Leute mit halbgaren Ideen wuschig machen, schafft die Stadt Dortmund vor dem ersten Spatenstich fĂŒr den RS 1 erst einmal eine unnötige Gefahrstelle, indem sie das Baustellenschild mitten auf einen der intensivsten genutzten Gehwege der sĂŒdlichen Innenstadt stellt und zwar so, dass damit im Kreuzungsbereich Sichtbeziehungen behindert werden.

Wartebereich an LZA komplett verdeckt (Foto: Norbert Paul)

Es gibt keine gesetzliche Pflicht, gute Fuß- und/oder Radverkehrsbedingungen zu schaffen, aber das Schaffen unnötiger Gefahrenstellen dĂŒrfte eine eindeutige Amtspflichtverletzung sein. Wenn es zu einem Unfall kommt, mĂŒssen die Strafverfolgungsbehörden prĂŒfen, ob dieses  Baustellenschild (mit)ursĂ€chlich ist. Soweit dies bejaht wird, sind die strafrechtlichen Konsequenzen von den verantwortlichen Mitarbeiter*innen dann persönlich zu tragen. Ein paar Meter weiter wĂ€re auf dem Sonnenplatz neben dem neu eröffneten Edeka ohne FahrradbĂŒgel genug Platz gewesen, um den Bau von einem Dreiundzwanzigstel des RS 1 in Dortmund anzukĂŒndigen.

Eine Presseanfrage seitens velocityruhr.net zum Thema bleib seitens des Stadt innerhalb von drei Arbeitstagen ohne Reaktion. Eine private Anfrage bei der Straßenverkehrsbehörde, ob die inzwischen einen rechtskonformen Beschilderungsplan erarbeitet haben, blieb ebenfalls unbeantwortet.

Norbert Paul

Norbert Paul ist per PGP-SchlĂŒssel erreichbar (Testphase) ĂŒber die E-Mail-Adresse norbert.paul@velocityruhr.net

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