Tiefbauamt kündigt nach Aufstellung des Ghost Bike was an

Bei Radio 91,2 kündigt die Leiterin des Tiefbauamtes, Sylvia Uehlendahl, an dass sich was ändern soll. U. a. soll der Querschnitt der Bornstraße überdacht werden. Auf die Kritik des ADFC, dass der ADFC nicht bei der Unfallkommission beteiligt sei, verweist sie auf den Nahmobilitätsbeirat, der aber eine andere Aufgabe hat als die Unfallkommission. Dementsprechend war bisher nie ein konkreter Unfall Gegenstand der Beratung des Beirates für Nahmobilität. Das ist rhetorisch geschickt, da allen, die sich nicht auskennen, nicht auffällt, dass da gar nicht auf die Forderung eingegangen wird, was sicherlich nicht dazu führt, gut miteinander zurecht zu kommen.  So wird nur der Verwaltungsnarrativ der undankbaren Radfahrer genährt. Die Verbände ernst nehmen heißt hingegen, sich damit auseinander zu setzen, warum der ADFC das für nötig hält. Dieser Forderung weißt nämlich daraufhin, dass nicht der Eindruck entsteht, dass die Sicherheit des Radverkehrs höchste Priorität hat. Wenn man das Problem verstanden hat, kann man durchaus auch anders reagieren als vom ADFC vorgeschlagen, indem man z. B. interne Prioritäten verändert oder notwendige Kompetenzen aufbaut.

Norbert Paul

Der Verkehrsjournalist schreibt u. a. seit 2008 für Mobilogisch (ehemals Informationsdienst Verkehr). Von 2013 bis 2015 war er auch für den ADFC-Blog aktiv. Bei VeloCityRuhr schreibt er als Kooperationspartner von VeloCityRuhr über Verkehrspolitik -planung, -recht und -forschung. Er ist berufenes Mitglied im Nahmobiliätsbeirat der Stadt Dortmund. Er ist per PGP-Schlüssel erreichbar (Testphase) über die E-Mail-Adresse norbert.paul@velocityruhr.net

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