Detlef Münch darf nicht in den Nahmobilitätsbeirat

Im Dortmunder Rat sitzt Detlef Münch für die Freie Bürger Initiative (FBI), dessen Lieblingsthemen im Rat u. a. die eigene politische Bedeutungslosigkeit und kriminelle Asylbewerber sind. Auf seiner privaten Webseite beschreibt er sich als überzeugten Radfahrer. In die radverkehrspolitische Szene in Dortmund ist er nicht eingebunden. Politisch engagiert er sich aktuell gegen die Verbesserung der Situation des Radverkehrs durch eine Asphaltiertung des Rheinischen Esels.

Das Schlimmste, was einem Radfahrer auf einem wassergebundenen Weg passieren kann, ist, dass er bei durchweichter Wegdecke langsamer vorankommt und Kleidung und Fahrrad schmutzig werden. Das Schlimmste, was einem Radfahrer auf einem Asphaltweg passieren kann, ist dass er bei Nässe auf rutschigem Laub oder bei Blitzeis diesen entweder gar nicht nutzen kann oder sich bei einem Sturz verletzt. Kann man den wassergebundenen Rheinischen Esel als Radfahrer bislang ganzjährig nutzen, wird er nach der Asphaltierung in den Wintermonaten nur noch eingeschränkt befahrbar sein und Unfälle werden zunehmen. Denn so schnell wird der städtische Streudienst die asphaltierten Radwege in der freien Landschaft nicht streuen können und selbst wenn, wird das später dann abgeschwemmte Salz am Wegrand Böden, Vegetation und Baumwurzeln schädigen.

Wieso auf wassergebundenen Decken kein Laub liegen bleiben kann und wie man es dort ohne Beschädigung der Oberfläche entfernen kann, bleibt offen.

Diese „Expertise“ hätte er gerne auch in den Beirat Nahmobilität eingebracht. Er wollte als beratenes Mitglied berufen werden. Das fanden nur die AfD-Fraktion und die Ratsgruppe NPD/Die Rechte ebenfalls gut. Die AfD lässt sich übrings im Nahmobilitätsbeirat weder blicken noch entschuldigen. So ernst nimmt man dort die politische Arbeit.

P. S.: Auf Facebook versucht Münch, Radfahrer*innen seine Position zu erklären.

Norbert Paul

Der Verkehrsjournalist schreibt u. a. seit 2008 für Mobilogisch (ehemals Informationsdienst Verkehr). Von 2013 bis 2015 war er auch für den ADFC-Blog aktiv. Bei VeloCityRuhr schreibt er über Verkehrspolitik -planung, -recht und -forschung. Er ist berufenes Mitglied im Nahmobiliätsbeirat der Stadt Dortmund. Er ist per PGP-Schlüssel erreichbar (Testphase) über die E-Mail-Adresse norbert.paul@velocityruhr.net

4 Gedanken zu „Detlef Münch darf nicht in den Nahmobilitätsbeirat

  • 22.04.2018 um 17:36
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    Was soll der Humbug denn?
    Auf meinem Weg zur Arbeit habe ich ein Stück das wie von ihm beschrieben, im Winter vorteilhafter wäre… Und zwei mal täglich habe ich mich im Winter geärgert, dass dort kein Asphalt liegt…

    Antwort
  • 22.04.2018 um 20:25
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    Da möchte sich jemand nur Anbietern.

    Ich hab diesen Winter den Unterschied zwischen gefrorener/verschneiter wassergebundener und asphaltierter Decke mitbekommen dürfen: es gibt keinen, ist beides blöd.

    Asphalt hat sonst nur Vorteile.

    Antwort
      • 23.04.2018 um 5:41
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        Ist doch egal, solange nur die ausländische Nachhaltigkeit Schaden nimmt.

        Antwort

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