Radverbindung in Kreuzviertel legalisiert mit einer E-Mail [mit Updates]

Vor einigen Wochen wurde die Arneckestraße baustellenbedingt abgebunden. Am 31. 3.  schrieb ich daher an die Stadt mit der Bitte, die Straße für den Radverkehr freizugeben im Baustellenbereich, da genug Platz dafür ist.

(Foto: Norbert Paul)

Auf dem Foto vom 1. April sehen wir nicht nur, dass sogar 4 von 5 Leuchten leuchteten – weitere Hinweise zur Qualität der Absicherung verkneife ich mir heute einmal  – sondern auch den ursprünglich angeordneten Zustand bzw. was dann daraus vor Ort gemacht wurde.

(Foto: Norbert Paul)

Bis zum 9. hatte sich noch nichts geändert.

(Foto: Norbert Paul)

Am 9. reagierte die Stadt dann aber auch auf meine Bitte. Gut ist, dass solchen Vorschlägen häufig gefolgt wird. Besser wäre, wenn das von Anfang an berücksichtigt wird.

Wann das dann konkret geändert wurde, weiß ich nicht. Aber am 18. kam man auf jeden Fall legal an der Baustelle vorbei.

(Foto: Norbert Paul)

Das wird auch rege genutzt. Mit einer E-Mail habe ich so vielen Radfahrer*innen das Bußgeldrisiko genommen – kostenlos und selbstlos.

(Foto: Norbert Paul)

Auch in die Gegenrichtung ist das legalisiert.

(Foto: Norbert Paul)

Am anderen Ende des Straßenabschnitts wird die Durchlässigkeit leider nicht mit VZ 357-50 angezeigt.

(Foto: Norbert Paul)

Ergänzung 20. 4. 2018 12:48

Auch andere Dinge passieren in Dortmund erst, wenn Bürger*innen aktiv werden (Komentare beachten):

Update 20. 05. 2018 14:25

Die Tage sah ich, dass das vermisste 357-50 nun da stand. Ich hatte keine Kamera dabei, aber nun habe ich ein Foto zum nachreichen bekommen:

(Foto: Karl-Heinz Kibowski)

Update 26. 08. 2018

Wenn ich Zeit hätte, würde ich täglich Fotos machen um die sanften Veränderungen zu dokumentieren. Da ich die nicht habe, hier nur exemplarisch Fotos vom 18. 8.

(Foto: Norbert Paul)
(Foto: Norbert Paul)

Norbert Paul

Der Verkehrsjournalist schreibt u. a. seit 2008 für Mobilogisch (ehemals Informationsdienst Verkehr). Von 2013 bis 2015 war er auch für den ADFC-Blog aktiv. Bei VeloCityRuhr schreibt er als Kooperationspartner von VeloCityRuhr über Verkehrspolitik -planung, -recht und -forschung. Er ist berufenes Mitglied im Nahmobiliätsbeirat der Stadt Dortmund. Er ist per PGP-Schlüssel erreichbar (Testphase) über die E-Mail-Adresse norbert.paul@velocityruhr.net

4 Gedanken zu „Radverbindung in Kreuzviertel legalisiert mit einer E-Mail [mit Updates]

  • 20.04.2018 um 14:15
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    Eine Beschwerde App der Dortmunder Stadtverwaltung, ähnlich der EDG App Dreckspatz wäre super, um solche Dinge direkt zu melden und zu veröffentlichen. Man könnte Parkverstöße, Behinderung und Gefährdung im öffentlichen Raum, Hinweise auf Verbesserungen der Verkehrsführung, Beschilderung und Qualität von Verkehrsverbindungen direkt unkompliziert anzeigen und veröffentlichen. Und auf Abhilfe hoffen:-)

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    • 20.04.2018 um 16:14
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      Man kann einfach diese Hinweise an den Radfahr- und Fußgängerbeauftragten (oder das Tiefbauamt) schicken, der das dann weiterleitet. Wer etwas fortgeschrittener ist beim melden, kennt dann irgendwann die paar relevanten E-Mail-Adressen. Wichtiger als so eine App fände ich ein Ticket-System, bei dem ich dann alle offenen Tickets (=Hinweise) sehen kann und deren Status. Andere Städte haben soetwas schon.

      Bei Parkverstöße erstattet man entweder konsequent Anzeige oder lässt es sein.

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  • 20.04.2018 um 19:31
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    Das ist ja Mal ein Zufall. Über genau die gleiche Baustelle habe ich mich am 4.4 per Mail beschwert. Laut Antwort wurde die Durchfahrt am 9.4 freigegeben.
    Nach einer weiteren E-Mail von mir wurde die Absperrung auch so verschoben, dass Radfahrer nicht über den Bürgersteig fahren müssen.

    Viele Grüße

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    • 20.04.2018 um 20:27
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      Danke für die Ergänzung. Freut mich, dass ich nicht der Einzige bin, der sich um soetwas kümmert. Und irgendwie überrascht es mich nicht, dass es eine weitere E-Mail brauchte, bis es funktionierte.

      Antwort

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