Als die Autobahn A40 noch einen begleitenden Radweg hatte

Wenn man sich den Ruhrschnellweg, die A40, anschaut, sieht man ihm nicht mehr an, dass er auch mal Platz fĂŒr Fuß- und Radverkehr hatte, wie dieses Archiv-Bild der Stadt Bochum zeigt.

Bei der Zeche CarolinenglĂŒck am Ruhrschnellweg am 12. Februar 1952 (Foto: Stadt Bochum)

Vereinzelt stĂ¶ĂŸt man in der Literatur auf Hinweise auf einen parallelen Radweg, den es auf TeilstĂŒcken gegeben haben muss nach dem ersten Ausbau zur Autobahn. Auf Fotos aus dem Stadtarchiv der Stadt Bochum ist auch dieser Weg zu sehen. Leider gibt es keine Fotos mit der genauen Beschilderung. Somit ist der Radschnellweg Ruhr nichts total neues, sondern stellt nur Verbindungen wieder her, die es mal gab.

Ruhrschnellweg in Hamme am 23. August 1956 (Foto: Stadt Bochum)
Ruhrschnellweg in Hamme am 23. August 1956 (Foto: Stadt Bochum)
Ruhrschnellweg in Hamme am 23. August 1956 (Foto: Stadt Bochum)
Ruhrschnellweg NĂ€he Wattenscheid am 28. April 1960 (Foto: Stadt Bochum)

Weitere historische Bilder gibt es auf Stadt im Blick.

Update 28. 03. 2018 20:16

AutobahnbrĂŒcken und Radverkehr aktuell ein Thema beim WDR.

Update 02. 04. 2018 01:55

Thomas Haagen hat auf seiner Webseite ein weiteres Foto aus Bochum veröffentlicht.

Update 07. 05. 2018 23:35

Auf waz.de gibt es ein Video von den Baumaßnahmen, auf denen man teilweise die Radwege sieht. Laut dem Bericht gab es die auch zwischen Essen-Kray und der Stadtgrenze Bochum.

Norbert Paul

Norbert Paul ist per PGP-SchlĂŒssel erreichbar (Testphase) ĂŒber die E-Mail-Adresse norbert.paul@velocityruhr.net

5 Gedanken zu „Als die Autobahn A40 noch einen begleitenden Radweg hatte

  • 28.03.2018 um 18:05
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    Danke fĂŒr die Recherche! Schon damals gab es also wagemutige Radfahrer, die die Autobahn dem Radweg vorzogen! ;) Und immerhin auf jeder Richtungsfahrbahn ein eigener Weg. Das ist ja was, was mich heute an den Außerortwegen allgemein so tierisch nervt…!

    Im Ernst: Eigentlich könnte man beim Bau von Kraftfahrstraßen und Autobahnen viel öfter auch ĂŒberlegen, ob nicht zwei Wege nebendran auch fĂŒr den Radverkehr sinnvoll seien. Grade dann, wenn es ĂŒber TalbrĂŒcken oder durch (kĂŒrzere) Tunnel geht. Aber: „Wer fĂ€hrt denn bitte mit dem Rad schon lĂ€ngere Strecken?“ :roll: So bleiben dem Radler weiterhin nur die parallelen Landstraßen und die entsprechende Berg- und Talfahrt.

    Außerdem besteht da ja noch eine ganz allgemeine GesetzeslĂŒcke im Bundesfernwegegesetz. Darin kommt das Wort „Radweg“ schlicht nicht vor; insb. nicht in § 1.

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    • 28.03.2018 um 19:01
      Permalink

      Radverkehr ist ja nur noch NahmobilitÀt. Warum die ganzen kurzen Autofahren hingegen keine NahmobilitÀt sein sollen, bleibt ungeklÀrt. Man brauchte halt einen Begriff, um zwei Sachen zusammenzufassen, die gar nicht so gut zusammenpassen, die Aufbruch vorgibt, aber subtil den Radverkehr auf kurze Strecken beschrÀnkt.

      Antwort
  • 01.04.2018 um 13:49
    Permalink

    „Radverkehr ist ja nur noch NahmobilitĂ€t. Warum die ganzen kurzen Autofahren hingegen keine NahmobilitĂ€t sein sollen, bleibt ungeklĂ€rt. Man brauchte halt einen Begriff, um zwei Sachen zusammenzufassen, die gar nicht so gut zusammenpassen, die Aufbruch vorgibt, aber subtil den Radverkehr auf kurze Strecken beschrĂ€nkt.“
    Ich bin gerade dabei, einen neuen Beitrag zu schreiben. Wie man an die ganze Sache rangehen mĂŒsste. Vielen Dank fĂŒr diesen Gedanken, den ich sehr wichtig finde.

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