Fahrradbarometer in Dortmund eingeweiht

Am Freitag Vormittag wurde mit einem aufgrund der Temperaturen kurzen Pressetermin das erste Dortmunder Fahrradbarometer eingeweiht. Es zĂ€hlt nach Richtungen getrennt die tĂ€glichen Radfahrer*innen, mit einer Genauigkeit von mindestens 95 %. Eine 100%-Genauigkeit ist technisch nicht möglich, erklĂ€rte Michael Magnus vom Hersteller Eco Counter, der nach eigenen Angaben WeltmarktfĂŒhrer fĂŒr Rad- und FußverkehrszĂ€hlung und in Deutschland fĂŒr RadverkehrszĂ€hlung ist und bereits ein Barometer auf der RS 1-Modellstrecke in MĂŒlheim am RS 1 aufgestellt hat.

FĂŒr die Erfassung sind die Felgen der FahrrĂ€der von Bedeutung. Wenn diese z. B. aus Carbon sind, erzeugen dies kein Induktionsfeld und das Rad wird nicht erfasst. Auch wenn zwei FahrrĂ€der dicht beieinander fahren und die RĂ€der gleich auf sind, erzeugt das nur ein Induktionsfeld. Das konnten wir vor Ort demonstrieren. Anderseits werden AnhĂ€nger als eigenes Rad gezĂ€hlt, denn es gibt drei Induktionsimpulse, quasi so als ob das Hinterrad des einen und das Vorderrad anderen Rad parallel gefahren sind. Die Ergebnisse der DauerzĂ€hlung sind trotz einer technisch nicht vermeidbaren Ungenauigkeit weit besser als Hochrechnungen aufgrund einzelner ZĂ€hlungen. WĂ€hrend des Termins lag die Genauigkeit bei 100 %. Roller werden nicht erfasst.

 Freuen sich ĂŒber das Fahrradbarometer (v. l.): Frank Spieß vom Tiefbauamt (Verkehrstechnik), Winfried Sagolla vom Stadtplanungs- und Bauordnungsamt (MobilitĂ€tsplanung), Fabian Menke vom Tiefbauamt (Radfahr- und FußgĂ€ngerbeauftragter), Stadtrat Martin LĂŒrwer, Stadtrat Ludger Wilde, Anette Herter vom Stadtplanungs- und Bauordnungsamt (MobilitĂ€tsplanung) und Michael Magnus vom Hersteller Eco Counter (Foto: Norbert Paul)

Seit dem 23. 1. lief die Anlage zuerst offen, dann versteckt unter einem Kasten im Probebetrieb. Die bisher erfassten Daten kann man online einsehen. Am Abend des Tages waren es fast 400 Radfahrer, die an dem Tag dort unterwegs waren. In den durchaus frostigen Wochen bisher sind es teilweise ĂŒber 1.000 Radfahrer*innen gewesen. Man erkennt an den Zahlen, dass es eindeutig eine Strecke des Alltagsverkehres sei, so der Radfahr- und FußgĂ€ngerbeauftragte Fabian Menke. MO-FR seien es meist 700-1.000 Radfahrer*innen, am Wochenende nur ca. 100-150. Im Mai des vorletzten Jahres hatte die Stadt schon mal gezĂ€hlt. Da waren es durchschnittlich 1.700 Radfahrer*innen am Tag. Den bisherigen Rekord gab es am zweiten Tag des Testbetriebes mit ĂŒber 1.000 Radfahrer*innen.

(Foto: Norbert Paul)

FĂŒr Stadtrat Ludger Wilde hilft das Fahrradbarometer die Förderung des Radverkehrs zu evaluieren. Winfried Sagolla sieht ebenfalls den großen Vorteil darin, nun genauere Zahlen zum Radverkehr zu haben. So plant er drei bis vier weitere ZĂ€hlstellen, z. B. an der Hohen Straße und dem RS 1. Diese ZĂ€hlstellen sind aber noch im Planungsprozess und werden nicht alle ein Fahrradbarometer bekommen, die Daten sollen aber fĂŒr alle Stellen online abrufbar sein.

(Foto: Norbert Paul)

Norbert Paul

Norbert Paul ist per PGP-SchlĂŒssel erreichbar (Testphase) ĂŒber die E-Mail-Adresse norbert.paul@velocityruhr.net

Ein Gedanke zu „Fahrradbarometer in Dortmund eingeweiht

  • 04.03.2018 um 11:35
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    Winterdienst, Fahrradbarometer. Ich ĂŒberlege, ins Kreuzviertel zu ziehen und ein Studium an der TU zu beginnen, nur um dort regelmĂ€ĂŸig fahren zu können.

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