Wahlfreiheit kommunizieren

In der Siegburger Straße in Köln besteht aktuell die Wahlfreiheit zwischen einem Schutzstreifen und einem nicht benutzungspflichtigen Radweg. Beide FĂŒhrungsformen soll es eine Zeit lang parallel geben, um Erkenntnisse ĂŒber die Nutzer*innenakzeptanz des Schutzstreifens zu bekommen. Vorbildlicher Weise werden die Verkehrsteilnehmer*innen mit der Situation nicht alleingelassen, sondern es wurde ein Schild aufgestellt.

(Foto: Stadt Köln)
(Foto: Stadt Köln)

Das Schild sollte ĂŒberall im Zusammenhang mit nicht benutzungspflichtigen Radwegen aufgestellt werden, um das Wissen darum bei allen Verkehrsteilnehmer*innen zu erhöhen. Auch hier zeigt sich, dass es viele Möglichkeiten gibt, auf Probleme (hier: verbreitete Regelunkenntnis zur Benutzungspflicht) zu reagieren, wenn man will.

(Foto: Stadt Köln)
(Foto: Stadt Köln)

Norbert Paul

Norbert Paul ist per PGP-SchlĂŒssel erreichbar (Testphase) ĂŒber die E-Mail-Adresse norbert.paul@velocityruhr.net

Ein Gedanke zu „Wahlfreiheit kommunizieren

  • 18.11.2016 um 11:48
    Permalink

    „Nun ja“, so leitet man ja Bedenken heute hĂ€ufig ein, mir erscheint das dort nicht so ganz zuende durchdacht worden zu sein.
    Auf dem Bild sehe ich eine knappe bemessene FlĂ€che zwischen dem Parkraum und der HĂ€userwand und einen weißen Streifen der so dicht vor den HĂ€usern verlĂ€uft, daß nicht genug Raum fĂŒr bereits einen einzigen und zudem schlanken FussgĂ€nger verbleibt, ohne daß dieser dabei auf den sog. Radweg tritt. Was soll das also fĂŒr ein Radweg sein? War die FlĂ€che dort frĂŒher ein Mischweg, also Fuß/Radweg Zeichen 240? Dann kann dort nach einer Aufhebung ja nur ein Fussweg mit Radfahrer frei eingerichtet sein. Oder bin ich auf dem Holzweg?
    Also kann dort gar kein Radweg sein. Und auf dem Fussweg ist dann Radfahrern nur mit Schrittgeschwindigkeit erlaubt.

    All dem wird das Schild in keiner Weise auch nur im Ansatz gerecht. Es suggeriert eine Alternative fĂŒr unsichere Radfahrer. Aber in Wahrheit wird damit eben durch die unsicheren Radfahrer auf dem Fussweg eine neue, alte Gefahrenquelle wiederbelebt, welche zu Lasten der FussgĂ€nger und der allgemeinen Sicherheit geht. Einer Sicherheit, die man mit der Entschilderung der vorangegangenen Situation vermeintlich verbessert hatte.

    Fazit: Da wurde nicht bis zuende mitgedacht.

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