Exkurs: Durch Straßbourg radeln…

Ich bin ja gerne mal mit meinem Faltrad unterwegs, bei der letzten Rundreise stand neben Freiburg, Zürich auch Straßbourg auf der Agenda. Fangen wir an mit ein paar Impressionen aus der Stadt Straßbourg, die oft als modernste und „grünste“ Stadt Frankreichs bezeichnet wird. Ein Grund ist das neue Straßenbahnnetz mit futuristisch wirkenden gläsernen Zügen, der in jüngster Zeit die geplanten Erwartungen bei den Fahrgästen deutlich übertrifft.

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In der Stadt selbst gibt es zahlreiche Fahrradwege und Routen, die teilweise ganz klassisch entlang der Ufer verlaufen. Durch das eher ebene Terrain bietet die Stadt ideale Vorraussetzungen fürs Fahrradfahren, wenn es denn gute Wege gibt. Immer wieder begegnet einem ein typisch deutsches Problem, der wachsende und fehlende Standard der zu erheblichen Komforteinbüßen führt. Runter vom Weg, auf die Fahrbahn, wieder hoch, auf den Zweirichtungswege und so weiter…

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Überall präsent und in  Nutzung war das lokale Fahrradverleihsystem mit seinen markanten Körbchen, die aber kleiner und weniger robust wirkten als die hier im Einsatz befindlichen Metropolräder. Lastenräder konnten kaum gesichtet werden, eher mal Räder mit Anhängern und durchaus zahlreiche Radtouristen die hier in der Stadt sich viele alte Steine angucken kommen. Sehenswert ist die Stadt aus architektonischer Sicht auf jedem Fall, viele Straßen sind auch einladender für Fußgänger und Radfahrer. Aber auch hier beherrscht an vielen Straßen  das Auto das Stadtbild, auch wenn es in einigen Bereichen offensichtlich auf dem Rückweg ist. Aber man traut sich an einigen Stellen den Fußgängern und Radfahrern wieder Raum zu geben, den man den Autos weggenommen hat. Hässliche Ecken gibt es trotzdem, auch wenn die Stadt mit ihrer Geschichte und Baukultur durchaus sehenswert ist.

Auf meinem persönlichen Cargobikeindex im Urlaub konnte ich bei bestem Wetter lediglich ein Lastenrad entdecken. Da war mein Besuch n Zürich später erfolgreicher bei der Sichtung.

Für großartige Radinfrastrukturen muss man nicht Straßbourg fahren, einen Besuch ist die Stadt aber trotzdem mit Fahrrad wert. Die Verbindung von moderner E-Mobiltität mit einer Straßenbahn als Wahrzeichen mit historischer  Kulisse macht aus der Stadt eine Marke. Ich hab mich wohl gefühlt im Großstadttrubel und meistens auch sicher. Und komme irgendwann auch nochmal wieder…

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Straßbourg

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Straßbourg 48.573405, 7.752111 Straßburg, Frankreich (Routenplaner)

Simon Knur

Planer, Falt- und Liegeradfahrer aus dem Sauerland, wegen der Liebe und dem Job im Ruhrgebiet. Seit 2012 bei VCR und beruflich unterwegs zu den Themen Infrastruktur, Abwasser, Klimaschutz und Klimaanpassung. Blogge mit dem lokalen Schwerpunkt Essen, Radschnellweg und Radkultur.

2 Gedanken zu „Exkurs: Durch Straßbourg radeln…

  • 12.12.2015 um 16:14
    Permalink

    Hättest du in Basel halt gemacht, hättest du dort richtig viele Lastenräder gesehen, die am Straßenrand geparkt sind oder in denen Kinder von a nach b transportiert werden oder Kurriere im Einsatz.

    Die Tage war ich in Freiburg und wie in Münster gilt: Viele Radfahrer sind kein Hinweis auf Fahrradfreundlichkeit. Ich muss mir das nochmal detaillierter anschauen, aber mein erster Eindruck war, dass es selbst im Ruhrpott besser ist.

    Antwort
  • 13.12.2015 um 18:29
    Permalink

    Strasburg

    ist im Herbst sehr lohnenswert, VOR dem Weihnachtsmarkt. Meist noch recht mild und warm und drumherum eine Menge Ausflugs- und Reiseziele, Rhein rauf oder runter.
    Natürlich fährt man NICHT dorthin, wenn das Europäische Parlament Sitzungswoche in STR hat, man findet kein Zimmer und die Preise sind intergalaktisch. Selbst wenn man die Infrastruktur noch erheblich verbessern kann, die grosse Mehrheit der KFZ-Lenker kommt mit den Velocipisten gut und zumeist entspannt zurecht.

    Antwort

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