Masterplan Mobilität: Große Resonanz engagierter Bürger

(Stadt Dortmund) Mobilität und Verkehrsentwicklung bewegen die Menschen in Dortmund: Mehr als 200 Interessierte haben sich bei der Dialogveranstaltung im Rathaus für ihre Wünsche zur Mobilität der Zukunft und für die Verkehrsentwicklung in Dortmund eingesetzt und im konstruktiven Dialog ausgetauscht.

Dortmund ist eine Stadt der kurzen Wege: 59 Prozent der Wege sind maximal fünf Kilometer lang, so dass sie gut mit dem Fahrrad zu bewältigen sind. Doch 47 Prozent aller Wege werden mit dem Auto zurückgelegt, 6 Prozent mit dem Rad, 27 Prozent zu Fuß und 20 Prozent mit Bus und Bahn. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Haushaltsbefragung der Stadtverwaltung aus dem Jahr 2013. Auf Grundlage dieser Daten soll ein neues Zielkonzept für die Verkehrsentwicklung in Dortmund erarbeitet werden.

Masterplan Mobilität hat sich bewährt

Dafür hat sich der Masterplan als geeignetes Instrument bewährt. „Seit Jahren haben wir gute Erfahrungen mit dem Masterplan Mobilität aus dem Jahr 2004 gemacht und in einem kommunikativen Prozess erreicht, dass viele Streitigkeiten gar nicht aufkommen“, leitet Oberbürgermeister Ullrich Sierau die Dialogveranstaltung zur Neuauflage des Masterplans Mobilität für 2030 ein. „Damit haben wir eine neue Form der Planungskultur mit informellen Planungsverfahren geschaffen, die durch einen formalen Ratsbeschluss legitimiert wurde.“

Auf die Bandbreite an Maßnahmen, die von einem LKW-Stadtplan über die Mitgliedschaft in der AG fahrradfreundliche Städte, Kreise und Gemeinden, Mobilitätsmanagement bis zum Ausbau des Fuß- und Radwegenetzes reicht, verweist Planungsdezernent Ludger Wilde: „Von den 109 Maßnahmen des Masterplans Mobilität aus dem Jahr 2004 sind bereits zwei Drittel umgesetzt oder befinden sich in der Umsetzung.“

Neue Herausforderungen erfordern neue Ziele

Neue Herausforderungen unter anderem zu Klima, Lufthygiene und Lärm erforderten nach 13 Jahren neue Schwerpunkte in der Verkehrsentwicklung. Außerdem biete der Diskussionsprozess zum Masterplan 2030 Möglichkeiten, Zielkonflikte aufzudecken wie beispielsweise das Parken im öffentlichen Raum und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Zentrale Fragen lauten:

– Wie soll die Mobilität in Dortmund im Jahr 2030 aussehen?

– Welche neuen Herausforderungen kommen auf uns zu?

– Wie kann sich Dortmund frühzeitig darauf einstellen?

– Welchen Beitrag muss der Mobilitätssektor zum Klimawandel leisten?

– Welche neuen Schwerpunkte müssen gesetzt werden?

– Wo gibt es Zielkonflikte und wie kann damit umgegangen werden?

Zukunftsthemen sind die Radverkehrsplanung mit dem Radschnellweg Ruhr (RS1), der auf Dortmunder Stadtgebiet ab 2018 realisiert werden soll, Nutzung von Cargobikes, die zunehmende Bedeutung von Elektromobilität, kombinierte Verkehre sowie Möglichkeiten für fahrerlose Mobilität.

Große Resonanz engagierter Bürger

Die Planungskultur des Masterplans kommt an. Mehr als 200 Interessenvertreter, Politiker, Schüler und sonstige Interessierte haben die Dialogveranstaltung genutzt, um ihre Ideen für die Mobilität der Zukunft in direktem Austausch oder an Stellwänden einzubringen. Vor allem die Themen Radverkehr und Verkehrssicherheit, ÖPNV und Regionalverkehr, Neue Mobilitätsformen, PKW-Verkehr und ruhender Verkehr sowie Fußverkehr und Barrierefreiheit interessieren die Besucher.

Ihre Ziele und Wünsche fließen ein in ein Leitbild für die zukünftige Mobilität in Dortmund, das bis Anfang 2018 vom Rat beschlossen werden soll. In einem zweiten Schritt werden Teilkonzepte erarbeitet, die an das Leitbild anknüpfen und aus denen konkret umsetzbare Maßnahmen entwickelt werden.

Zweite Dialogveranstaltung

Die zweite Dialogveranstaltung zu den Themen Leitbild, Handlungsziele und Teilstrategien für den Masterplan Mobilität findet statt

am Donnerstag, 29. Juni 2017,

17 bis 20.30 Uhr

in der Bürgerhalle des Rathauses, Friedensplatz 1.

Kontakt: masterplanmobilitaet@dortmund.de, www.masterplanmobilitaet.dortmund.de

Pressemitteilung

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