Ausbau der Barrierefreiheit im Dortmunder ÖPNV
Im RIS der Stadt Dortmund gibt es nun Infos zum Fortgang des Ausbau der Barrierefreiheit im Dortmunder ÖPNV als Anlage zum „Qualitätsmanagementsystem im kommunalen ÖPNV der Stadt Dortmund – Qualitätsbericht 2024“ (Drs. 00769-26). Im Jahr 2024 hatte VeloCityRuhr.net über die nicht überzeugende Umsetzung bei einer Haltestelle berichtet.
Den zähen Ausbau versucht die Stadtverwaltung in dem Bericht merkwürdig zu begründen:
Im VRR-Vergleich […] liegt Dortmund beim barrierefreien Ausbau von Bushaltestellen relativ betrachtet unter den durchschnittlichen Werten im VRR-Gebiet […]. Im VRR verfügt Dortmund im Vergleich zu anderen Städten jedoch absolut betrachtet über die höchste Anzahl an Bushaltestellen und hat somit absolut gesehen auch insgesamt einen deutlich höheren Aufwand zu leisten als andere Städte (im Durchschnitt 929 je Stadt), was das relative Ergebnis erklärt. Vergleichbar sind hier daher eher die Kreise des VRR, die im Durchschnitt 1.678 Bussteige aufweisen.
Da wird ausgelassen, dass Kommunen unterschiedlich groß sind und es einen grundsätzlichen Zusammenhang zwischen der Bevölkerungsgröße und den verfügbaren Mitteln (Personal, Geld) gibt. Dortmund gehört zu den bevölkerungsreichsten Städten, so dass absolut mehr Haltestellen auszubauen sind, aber einwohnernormiert nicht, wenn man von einer etwa ähnlichen Angebotsqualität ausgeht. Das wiederum ist im VRR wohl eher nicht der Fall, sodass die Struktur des ÖPNV eher Einfluss auf den Aufwand hat als die Bevölkerungszahl.
In der Drucksache gibt es auch Zahlenmaterial zum Zustand des ÖPNV insgesamt.
