Zweites Trassenfrühstück für schnellen Weiterbau des Radschnellwegs

Für den 3. November lädt der Arbeitskreis BürgerRadweg zum zweiten Trassenfrühstück ins Eltingviertel nach Essen ein. Von 11 bis 13 Uhr soll für den unverzüglichen Weiterbau des Radschnellweges nach Osten demonstriert werden. Gefrühstückt wird auf der Altenessener Straße an der Bahnbrücke auf Höhe des Viehofer Platzes.

Schon beim ersten Trassenfrühstück im letzten Sommer hatten sechzig Aktive, darunter Verteter der Grünen, der Essener Fahrrad Initiative und des ADFC, im Univiertel für den Erhalt des Bahndamms und den schnellen Weiterbau des Schnellwegs auf dem Damm demonstriert. Die Stadt Essen möchte dort den Damm zerstören und den Schnellweg stattdessen durch noch zu bauende Häuser und über Hausdächer führen. Jahrelange Verzögerungen und unnötige Konflikte im späteren Betrieb wären die Folge. Wie zu hören ist, stoßen die Pläne der Stadt nicht nur bei Radfahrenden, sondern auch bei möglichen Investoren auf wenig Gegenliebe, so dass die Suche nach Investoren zu weiteren Verzögerungen führen kann.

Durch die Verweigerungshaltung der Stadt Essen verzögern sich auch Planung und Bau der Brücke über die benachbarte Gladbecker Straße immer weiter. Beim ersten Trassenfrühstück im Sommer verdeutlichten die Aktiven darum mit einem spektakulären Brückenschlag aus einer Linie von siebzig blauen Luftballons den Verlauf der Brücke und des Schnellwegs. Eine sehr gelungene Aktion, die tolle Bilder produziert hat!

So viel können wir schon jetzt verraten: Es wird auch diesmal nicht langweilig!

Während des Trassenfrühstücks werden natürlich wieder Unterschriften für Aufbruch Fahrrad gesammelt. Wenn Du Aufbruch Fahrrad bei dieser oder anderen Unterschriftensammlungen unterstützen möchtest oder wenn Du Werbematerial zum Sammeln im Bekanntenkreis brauchst, melde Dich unter peter-bike@web.de.

Einladung zum zweiten Trassenfrühstück. (Grafik: AK BürgerRadweg)
Der spektakuläre Brückenschlag aus einer Linie von siebzig blauen Luftballons verdeutlicht den Verlauf der Brücke und des Schnellwegs.

Peter

Peter aus Dortmund schreibt mit der Absicht, auch von jenseits der Stadtgrenzen zu berichten. Interessiert sich für Infrastruktur und die Frage, wie man des Rad als Verkehrsmittel für die große Mehrheit attraktiv machen kann. Ist leider nicht in der Lage, mit Falschparkern auf Radverkehrsanlagen gelassen umzugehen. Per E-Mail erreichbar unter peter-bike, dann folgt das übliche Zeichen für E-Mails, und dann web.de.

6 Gedanken zu „Zweites Trassenfrühstück für schnellen Weiterbau des Radschnellwegs

  • 30.10.2018 um 15:18
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    Was ist das für eine Initiative? Mit Google findet man sie nicht. Bürgerradweg ist ja ein Instrument, mit dem die Landesregierung seit Jahren sich der Verantwortung für den Radweg entzieht und diese in den Bereich des privaten Engagements auslagert und dabei die Baustandards senkt.

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  • 31.10.2018 um 11:13
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    Mal schauen, wie das sich in Dortmund gestaltet – da sollen ja auch einige ehemalige bzw. noch aktive Eisenbahnbrücken genutzt werden, um den Radweg darüber zu führen….

    Auch Essen führt u. A. den Dickicht des Eisenbahnrechtes als Argument ins Feld, warum es nicht weitergeht …

    Eigentlich ist es aber auch schwer erklärlich, warum dieses fehlende Stück in Essen im kompletten Bereich östlich davon dazu führt, dass man dort nicht mit dem Bau beginnt…

    Antwort
    • 31.10.2018 um 15:03
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      Welche alte Brücke soll in Dortmund genutzt werden?

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  • 20.12.2018 um 13:09
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    Sorry für die späte Antwort.
    Ich meinte die Querungen der Hohen Straße und der Märkischen Straße, für die entweder ein Steg an die bestehende Eisenbahnbrücke angebaut werden soll oder der Radweg auf stillgelegten Gleisen am Rand der vorhandenen Bahn-Trasse über die Brücken verlaufen soll…

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    • 21.12.2018 um 17:20
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      An der Hohen Straße und der Ruhrallee soll an die Brücken angedockt werden, ab Märkische gibt es ein stillgelegtes Gleis. Ausführlich hier und für den westlicheren Teil hier.

      Nichts davon wird schnell umgesetzt werden.

      Verzögerungen bei den Brücken waren schon länger eingeplant: „Die beiden Brückenbauwerke (Hohe Straße, Ruhrallee) können separat und mit zeitlichem Nachlauf geplant und gebaut werden; die Querung dieser beiden Hauptverkehrsstraßen könnte zunächst plangleich erfolgen.“

      Diese ursprüngliche Planung verzögert sich aber weiter. Hauptproblem sind weiter die unzureichenden Planungskapazitäten und „andere Proritäten“ beim Einsatz der vorhandenen Kapazitäten.

      Dazu kommt das Problem, dass die Dortmunder Bereitschaft, Qualitätsstandards bis zur Unkenntlichkeit zu unterbieten, ungebrochen ist. Es gibt Mitglieder des Verwaltungsvorstands, die öffentlich erklären, der Radschnellweg sei im Bereich der B1 an der Schnettkerbrücke ja eigentlich schon fertig. Bei gemeinsamer Führung von Rad- und Fußverkehr im Zweirichtungsverkehr auf… was ist das? 2,80 m?

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