Ab auf den Gehweg

In Dortmund gibt es viele Stellen, bei denen die Infrastruktur suggeriert, Radverkehr gehöre auf den Gehweg, obwohl die Rechtslage genau umgekehrt ist. 2015 stellte ich ein paar Beispiele im ADFC-Blog vor. Später entstand eine Sammlung im Kommentarbereich hier unter einem Artikel. Behoben wurde bisher keiner dieser Problemfälle, soweit ich weiß. Und diese Übersichten sind nur ein kleiner Auszug. Das Problem existiert stadtweit, so auch in der Löttringhauser Straße.

(Foto: Norbert Paul)

Ich vermute hier, dass es eine unsaubere Aufhebung der Benutzungspflicht ist, die zu dieser Situation führte. Das Problem ließe sich leicht lösen, wenn die Stadt wollte. Man müsste die Markierung entfernen.

In der Straße Hauert gibt es eine Straßenbreite, die fünf Spuren Platz bietet. Hier wäre also Platz für vernünftige Radfahrstreifen. Wenn man das mit der Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW ernst nehmen würde, hätte die Stadt da längst gehandelt. Stattdessen gibt es ein Schild, dass man nur versteht, wenn man anhält. Es legt nahe, im Schritttempo auf dem Gehweg  über die Kreuzung zu hoppeln.

(Foto: Norbert Paul)

 

Norbert Paul

Der Verkehrsjournalist schreibt u. a. seit 2008 für Mobilogisch (ehemals Informationsdienst Verkehr). Von 2013 bis 2015 war er auch für den ADFC-Blog aktiv. Bei VeloCityRuhr schreibt er über Verkehrspolitik -planung, -recht und -forschung. Er ist berufenes Mitglied im Nahmobiliätsbeirat der Stadt Dortmund. Er ist per PGP-Schlüssel erreichbar (Testphase) über die E-Mail-Adresse norbert.paul@velocityruhr.net

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