ADFC Essen kritisiert Stillstand beim RS 1 in Essen

Damit auch wirklich jeder versteht, dass das mit der GrĂĽnen Hauptstadt nicht ernst gemeint war, sorgt Essen ja während des „Hauptstadtjahrs“ eher fĂĽr RĂĽckschritte als Fortschritte beim RS 1. Das kritisiert der ADFC Essen in einer Stellungnahme.

Sollte jedoch die Stadt ihre Rolle als Bremser beim Radschnellweg weiterhin aufrecht erhalten, dann sollte sie nach Ansicht des ADFC auch nach auĂźen sowie gegenĂĽber ihren BĂĽrgern dazu stehen und die Eigenwerbung in Zusammenhang mit dem RS1 zumindest solang nicht weiter fortfĂĽhren, bis der RS1 auch in der Essener Stadtmitte weitergebaut werden kann.

An einer Stelle hätte ich persönlich einen anderen Begriff verwendet. Die Nordbahntrasse ist zwar von BĂĽrger*innen durchgesetzt worden, damit aber noch lange kein BĂĽrgerradweg. Zu den Wesensmerkmalen von s. g. BĂĽrgerradwegen gehört der reduzierte Baustandard und das wĂĽrde ich der Nordbahntrasse nun gerade nicht unterstellen wollen. Viel erstaunlicher finde ich bei dem Punkt aber, dass der ADFC von sich aus ins Spiel bringt, dass es Aufgabe der Radfahrer*innen sein könnte, den RS 1 zu bauen. Auch wenn ich von der HauptstoĂźrichtung der Stellungnahme mit dem ADFC vollkommen eins bin, bin ich dann doch einer Meinung mit der vom ADFC kritisierten Position der Stadt, dass man auf Provisorien verzichten sollte. Das kostet nur unnötig Geld und – wie die Stadt zu Recht sagt – nichts ist so haltbar wie ein Provisorium. Die Forderung muss bleiben: RS 1 in RS 1-Standard.

Norbert Paul

Norbert Paul ist per PGP-SchlĂĽssel erreichbar (Testphase) ĂĽber die E-Mail-Adresse norbert.paul@velocityruhr.net

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