Bochum bittet um Teilnahme am Fahrradklimatest

Radverkehr in Bochum (Foto: Lutz Leitmann/Stadt Bochum)
Radverkehr in Bochum (Foto: Lutz Leitmann/Stadt Bochum)

Die Stadt Bochum ist seit dem 25. August dieses Jahres offizielles Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft der fußgĂ€nger- und fahrradfreundlichen StĂ€dte in NRW (AGFS). Fahrradfreundlichkeit zeichnet sich nicht nur dadurch aus, dass die Infrastruktur angepasst wird, sondern auch durch Aktionen und Informationen, die das Thema Radverkehr im öffentlichen Leben verankern und ein WohlfĂŒhlklima schaffen, in dem alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt, komfortabel und sicher in der Stadt unterwegs sein können.

Der ADFC fĂŒhrt alle zwei Jahre und mittlerweile zum siebten Mal bundesweit den „ADFC Fahrradklima-Test“ durch. Online können Interessierte unter www.fahrradklima-test.de bis Ende November 27 Bewertungsfragen zum Fahrradklima in der Stadt beantworten. Dabei geht es auf der einen Seite um eine ganz subjektive Bewertung, wie sich das Radfahren in der Stadt anfĂŒhlt: FĂŒhlen sich die Radfahrer sicher? Erleben sie viele Konflikte mit anderen Verkehrsteilnehmern? Wie beurteilen sie die Arbeiten der Stadt? Je mehr Menschen am Klimatest teilnehmen, umso verlĂ€sslicher und aussagekrĂ€ftiger sind die Ergebnisse.

Genauso wie aus heutiger Sicht ĂŒberholte Schranken abgebaut oder zumindest weiter geöffnet wurden, strebt die Stadt Bochum an, Schranken in den Köpfen der Bevölkerung abzubauen. So wie viele Einbahnstraßen fĂŒr den Radverkehr in Gegenrichtung geöffnet wurden, ist auch die Öffentlichkeitsarbeit keine Einbahnstraße: Ohne RĂŒckmeldungen aus der Bevölkerung werden einzelne Problemstellen hĂ€ufig nicht sichtbar.

Kommentar:
Eigentlich sollten alle StĂ€dte die Chance nutzen, kostenlose Marktforschung zu bekommen und deshalb fĂŒr den Klimatest werben. Weil die anderen StĂ€dte im Ruhrpott vom AGFS-Schlaf ĂŒbermannt wurden und davon trĂ€umen, ohne Engagement fahrradfreundlicher zu werden, fĂ€llt das zaghafte Bochum Licht in der Finsternis der Verweigerungshaltung nun erneut positiv auf. In Dortmund baut man sinnfreie Umlaufschranken, wĂ€hrend Bochum sie abbauen will. Da muss man doch fragen: Wird Bochum zum Hoffenheim der AGFS? Warten wir’s ab. Wie immer gilt: Geklatscht wird nach der Vorstellung.

Die Stadt Bochum nimmt regelmĂ€ĂŸig am Stadtradeln teil, unterstĂŒtzt die Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ und wird in den kommenden Jahren verstĂ€rkt mit Materialen der AGFS fĂŒr das Radfahren und ein gutes Miteinander im Straßenverkehr werben. An vielen Stellen im gesamten Stadtgebiet wird gerade an Radwegen gebaut: Die Bessemer Straße erhĂ€lt ĂŒberbreite Radfahrstreifen und an der Kreuzung mit der Alleestraße eine Sonderlösung fĂŒr den Radverkehr; der Werner Hellweg wird noch weiter fĂŒr Radelnde optimiert; das Parkband West ist fast fertiggestellt; der Parkway EmscherRuhr kann bereits vollstĂ€ndig befahren werden. Die Springorumtrasse wird weiter ausgebaut, die Wege im Volkspark Hiltrop erneuert, und aus dem Lottental eine gut fahrbare Verbindung bis auf die Höhe der Markstraße geschaffen. Die Markstraße selbst verfĂŒgt bald auf voller LĂ€nge ĂŒber Radfahr- und Schutzstreifen.

Quelle: Pressemitteilung der Stadt Bochum. Sie gibt die Meinung der Stadt wieder. Die Überschrift stammt von uns.

Pressemitteilung

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