Drittes Ghost Bike in Dortmund wird am Montag aufgestellt

Das zweite Dortmunder Ghost Bike (Foto: VeloCityRuhr)

Gestern gab es wieder einen tödlich ausgegangen Unfall. Ein 63-jähriger Radfahrer ist in der Dortmunder Nordstadt durch einen rechts abbiegenden LKW-Fahrer überfahren worden und verstarb noch an der Unfallstelle an den Unfallfolgen. Erst im November ist ein 11-jähriger Radfahrer in der Dortmunder Nordstadt durch einen rechts abbiegenden LKW-Fahrer überfahren worden und verstarb wenige Stunden später an den Unfallfolgen.

Dortmunder Radfahrer*innen drücken ihre Anteilnahme mit den Angehörigen am kommenden Montag mit der Aufstellung eines Ghost Bikes aus. Die weiß lackierten Fahrräder werden seit 2003 weltweit und seit 2016 auch in Dortmund an Unfallorten in Gedenken an verstorbene Radfahrer*innen aufgestellt. Sie sind eine Erinnerung daran, dass Radfahrer*innen ein Anrecht auf sichere Straßen haben und mahnen alle Verkehrsteilnehmer*innen zu einem rücksichtsvollen Umgang miteinander. Das erste Dortmunder Ghost Bike steht an der Rüschebrinkstraße, das zweite Dortmunder Ghost Bike an der Ecke Mallinckrodtstraße/Leopoldstraße.

Um 17 Uhr startet am Montag, den 19. Februar auf dem Friedensplatz eine ruhige Gedenkfahrt, die das Ghost Bike zur Unfallstelle begleitet. Um 17:30 wird es an der Unfallstelle (Bornstraße/Glückaufstraße) im Rahmen einer Gedenkminute aufgestellt. Die Bevölkerung ist zur Teilnahme eingeladen. Es wird um weiße oder schwarze Kleidung gebeten.

Die zeitnahe Aufstellung ist möglich aufgrund der Zusammenarbeit von aktiven Radfahrer*innen u. a. aus Critical Mass Dortmund, VeloKitchen Dortmund, Verkehrsclub Deutschland Dortmund (VCD) und VeloCityRuhr. Die Radfahrer*innen fordern schon länger, dass die Bedingungen für den Radverkehr verbessert werden, damit es weniger verunglückte Radfahrer*innen gibt und mehr Dortmunder*innen das Fahrrad nutzen.

Norbert Paul

Der Verkehrsjournalist schreibt u. a. seit 2008 für Mobilogisch (ehemals Informationsdienst Verkehr). Von 2013 bis 2015 war er auch für den ADFC-Blog aktiv. Bei VeloCityRuhr schreibt er als Kooperationspartner von VeloCityRuhr über Verkehrspolitik -planung, -recht und -forschung. Er ist berufenes Mitglied im Nahmobiliätsbeirat der Stadt Dortmund. Er ist per PGP-Schlüssel erreichbar (Testphase) über die E-Mail-Adresse norbert.paul@velocityruhr.net

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