Pressemitteilung: VeloCityRuhr begrüßt Prüfung einer Neuplanung der Radinfrastruktur am Wall

(04. 02. 2018) Die Ruhr Nachrichten berichteten gestern, dass in diesem Jahr ein Prüfungsauftrag für Radfahrstreifen auf dem Wallring in Auftrag gegeben werden soll, nachdem der Wall jahrzehntelang allein auf die Bedürfnisse des Autoverkehrs ausgerichtet war. VeloCityRuhr begrüßt dieses Vorhaben ausdrücklich, so Mediensprecher Norbert Paul. Bisher fehlt es am Wall an einer sicheren, durchgehend bequem befahrbaren und vorschriftengerechten Radinfrastruktur. Der Bestand ist unsicher, marode, lädt nicht zur Nutzung ein und wurde zu Lasten des Fußverkehrs realisiert. Radfahrer*innen meiden aktuell der Wall.

Mit diesem Prüfauftrag geht das Tiefbauamt nun einen ersten Schritt in Richtung eines Schlüsselprojekts für mehr, attraktiveren und sicheren Radverkehr in Dortmund. Dafür braucht es eine zeitgemäße Radinfrastruktur im Citybereich, der man mit dem Vorhaben ein großes Stück näher kommen kann. Voraussetzung ist, dass keine faulen Kompromisse eingegangen werden und genug Platz für den Radverkehr vorgesehen wird. Auch muss der Radverkehr ausreichend abgesichert werden gegenüber der Raserszene am Wall.

Paul erinnert daran, dass die Politik bis 2015 den Radverkehrsanteil auf 15 % verdoppeln wollte und dieses Ziel nicht ansatzweise erreicht hat. Um dieses Ziel nun verspätet zu erreichen, seien wegweisende Vorhaben wie dieses zwingend notwendig.

VeloCityRuhr bittet alle Parteien und den Oberbürgermeister, die Untersuchung konstruktiv zu begleiten, erst einmal die Ergebnisse abzuwarten und nicht reflexhaft jede Veränderung abzulehnen.