Pressemitteilung: Gedenken für tödlich verunglückten Radfahrer am morgigen Freitag

(30. 11. 2017) Am Mittwoch ist ein 11-jähriger Radfahrer in der Dortmunder Nordstadt durch einen rechts abbiegenden LKW-Fahrer überfahren worden und verstarb wenige Stunden später an den Unfallfolgen. Dortmunder Radfahrer*innen sind von dieser Nachricht sehr betroffen. Ihre Anteilnahme mit den Angehörigen bringen sie am morgen Freitag mit der Aufstellung eines Ghost Bikes zum Ausdruck. Die weiß lackierten Fahrräder werden seit 2003 weltweit an Unfallorten in Gedenken an verstorbene Radfahrer*innen aufgestellt und sind eine Erinnerung daran, dass Radfahrer*innen ein Anrecht auf sichere Straßen haben und mahnen alle Verkehrsteilnehmer*innen zu einem rücksichtsvollen Umgang miteinander. Das erste Dortmunder Ghost Bike steht an der Rüschebrinkstraße.

Um 19 Uhr startet am Freitag, den 1. Dezember auf dem Friedensplatz eine ruhige Gedenkfahrt, die das Ghost Bike zur Unfallstelle begleitet. Um 19:30 wird es an der Unfallstelle im Rahmen einer Gedenkminute aufgestellt. Die Bevölkerung ist zur Teilnahme eingeladen. Es wird um weiße oder schwarze Kleidung gebeten.

Die zeitnahe Aufstellung ist möglich aufgrund der Zusammenarbeit von aktiven Radfahrer*innen u. a. aus Critical Mass Dortmund, VeloKitchen Dortmund, Verkehrsclub Deutschland Dortmund (VCD) und VeloCityRuhr. Die Radfahrer*innen fordern schon länger, dass die Bedingungen für den Radverkehr verbessert werden, damit es weniger verunglückte Radfahrer*innen gibt und mehr Dortmunder*innen das Fahrrad nutzen.

Medienvertreter*innen sind zur Teilnahme und Berichterstattung in Wort und Bild eingeladen. Die Organisatoren bitten jedoch um Verständnis dafür, dass die Mahnwache kein Ort für Diskussionen über Ursachen und mögliche Lösungen oder Forderungen ist. Wir vermitteln Ihnen gerne zeitnah geeignete Gesprächspartner zu Ihren diesbezüglichen Fragen.

Wir stellen Ihnen nach Aufstellung Bildmaterial zur Verfügung.