Bezirksbürgermeister redet Klartext: Autos sind das Problem

Nachdem die Bezirksvertretung Brackel die Straßenaufteilung am Hellweg in Frage gestellt hat, spricht nun der Bezirksbürgermeister, Karl-Heinz Czierpka SPD), Klartext in den heutigen Ruhr-Nachrichten:

Die Probleme im Verkehrsbereich kommen ausschließlich durch Kraftfahrzeugverkehr. Es sind zu viele Autos unterwegs, die zu schnell und oftmals auch rücksichtslos bewegt  werden. Und wenn sie stehen, dann parken sie häufig auf den Verkehrsflächen anderer Verkehrsteilnehmer. Jahrzehntelang wurde allein mit dem Blick auf das Auto geplant, Radfahrer und Fußgänger durften sich mit Restflächen begnügen. Das muss sich ändern.

Beim bisher einzigen – inzwischen Ex- – Bezirksbürgermeister der Grünen war hingegen wenig Gestaltungswillen zu hören, als dieser sich kürzlich zum Thema Verkehr im Kreuzviertel  in den Ruhr Nachrichten äußerte:

Das Parkplatzproblem sei kaum zu lösen, sagt Friedrich Fuß.

Auch äußerte er mal wieder Fragwürdiges:

Die Lindemannstraße habe zwar einen sehr gut ausgebauten Radweg. „Der ist ideal – aber nur für Radfahrer, die keine Angst haben“, sagt Friedrich Fuß.

Norbert Paul

Der Verkehrsjournalist schreibt u. a. seit 2008 für Mobilogisch (ehemals Informationsdienst Verkehr). Von 2013 bis 2015 war er auch für den ADFC-Blog aktiv. Bei VeloCityRuhr schreibt er als Kooperationspartner von VeloCityRuhr über Verkehrspolitik -planung, -recht und -forschung. Er ist berufenes Mitglied im Nahmobiliätsbeirat der Stadt Dortmund. Er ist per PGP-Schlüssel erreichbar (Testphase) über die E-Mail-Adresse norbert.paul@velocityruhr.net

Ein Gedanke zu „Bezirksbürgermeister redet Klartext: Autos sind das Problem

  • 13.01.2019 um 21:16
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    Sehr gut, dass so etwas auch mal von der SPD kommt, die ja zuweilen auch recht autofreundlich ist. Und das Ziel muss immer sein: Gleichberechtigung. Nachdem jetzt 60-70 Jahre Verkehrspolitik fast nur für das Auto gemacht wurde, sollten die nächsten 60-70 Jahre dem Fahrrad gewidmet sein. Und noch mehr Autos sind vom Flächenverbrauch einfach nicht mehr zuzumuten.

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