Gefährliche Werbung

Sichthindernis an einem Zweirichtungsradweg Wittekindstraße Höhe Rabenloh. Wo ganze Autos verschwinden, verschwinden auch Radfahrende.

Ihr kennt wahrscheinlich das Problem, dass Werbeanlagen Sichtlinien versperren und Fuß- und Radverkehr gefährden.
Wir haben nach mehreren Gesprächen in den letzten Monaten den Eindruck, dass es in Teilen der Verwaltung keine große Bereitschaft zur Lösung des Problems gibt. Darum sammeln wir ergänzend zu den Gesprächen Problemstellen, die durch Werbeanlagen verursacht werden, um das Problem zu veranschaulichen (und um ein Arbeitsprogramm für die Verwaltung griffbereit zu haben, wenn sich dort Bereitschaft zur Lösung des Problems entwickelt).

Wir hoffen auf Eure Schwarmintelligenz, damit viele Problemstellen zusammen kommen!

Bitte schickt uns die Standorte von problematischen Werbeanlagen, die Ihr in Dortmund kennt, zusammen mit einer kurzen Beschreibung des Problems an werbeanlagen@velocityruhr.net. Wenn möglich bitte mit Foto. Und wenn Ihr in den nächsten Wochen die Augen offen haltet, fallen Euch sicher noch weitere auf.

Gesucht sind Standorte von Werbeanlagen, die den Fuß- oder Radverkehr gefährden oder nennenswert behindern. Unten findet Ihr ein paar Beispiele. Andere Problemstandorte, z.B. ästhetisch problematische Standorte suchen wir nicht.

Sichthindernis am Wall. Sicht zwischen Radverkehr und Personen, die aus den links parkenden Fahrzeugen aussteigen, versperrt.
Blick zurück.
Ergebnis I.
Ergebnis II.
Hindernis, das an einer Stelle mit viel Fußverkehr den Weg verengt und den Fußverkehr und teils in der Folge durch Ausweichen von Fußverkehr auf Radverkehrsanlagen auch den Radverkehr behindert. Wall Höhe Hauptbahnhof.
Ein Tritt ins Gesicht des Fußverkehrs. Martener Straße westl. A45.
Werbeanlage zwischen Gehweg und fast unsichtbarem Radweg: Wall/Brückstraße.
Stelle, an der Kraftfahrzeuge ausparken. Bei Dunkelheit ist neben der hell leuchtenden Werbetafel das Licht eines nahenden Fahrrads für ausparkende Kraftfahrer kaum zu erkennen. Westseite Heiliger Weg südlich Ernst-Mehlich-Straße. Links der Bildmitte bereichert ein Sinkkasten, Modell Kopenhagen, die erstklassige Radinfrastruktur in der Fahrradstadt Dortmund.
Werbeanlage unmittelbar neben Radweg. Fußverkehr im Querverkehr in Richtung Ampel tritt auf den Radweg, Sichtfeld versperrt. Möllerstraße, Höhe Kleine Beurhausstraße.
Stelle, an der sich Fußverkehr in der Nähe von Radverkehrsanlagen aufhält oder wartet: Bushaltestelle Schützenstraße nördlich Bahnlinie.
Ostseite Märkische Str., Höhe Wenkerstraße. Zum einen können Radfahrende, die bergab von der B1 kommen, Fußgänger übersehen, die den Trampelpfad auf dem abgesetzten Mittelstreifen nutzen und dann hinter der Werbetafel hervortreten, um den Radweg zu queren. Zum anderen versperrt die Tafel den Blick der Autofahrenden auf den Radweg, kurz bevor der Radverkehr unmittelbar hinter der Werbetafel vom Seitenraum auf die Fahrbahn geführt wird und die Autofahrenden rechts abbiegen können.
Gleiche Stelle bei Tag. Der Trampelpfad auf dem Mittelstreifen zeigt den hohen Querungsbedarf des Fußverkehrs.
Und nochmal ganz anschaulich, wie querender Fußverkehr verdeckt wird, scheinbar aus dem Nichts auftaucht und ohne zu schauen den Radweg kreuzt.
Sichthindernis an einem Zweirichtungsradweg Wittekindstraße Höhe Rabenloh. Wo ganze Autos verschwinden, verschwinden auch Radfahrende.
Ergebnis (vgl. Lenker/Vorderrad).

Peter

Peter aus Dortmund schreibt mit der Absicht, auch von jenseits der Stadtgrenzen zu berichten. Interessiert sich für Infrastruktur und die Frage, wie man des Rad als Verkehrsmittel für die große Mehrheit attraktiv machen kann. Ist leider nicht in der Lage, mit Falschparkern auf Radverkehrsanlagen gelassen umzugehen. Per E-Mail erreichbar unter peter-bike, dann folgt das übliche Zeichen für E-Mails, und dann web.de.