Update: Schnettkerbrücke

Die Schnettkerbrücke bot mir nicht nur hier sondern auch schon beim ADFC Blog genug Stoff und er geht mir nicht aus. Inzwischen gibt es wieder Neuigkeiten, die ich euch nicht vorenthalten möchte.

Vor ziemlich genau einem Jahr habe ich eine Zählstelle an der Schnettkerbrücke vorgeschlagen. In den letzten Tag wurde westlich der Schnettkerbrücke Höhe der Dorstfelder Allee gebaut.

 

 

 

(Foto: Norbert Paul)

Wenn man genau hinschaut, sieht man Kontaktschleifen im Boden.

(Foto: Norbert Paul)

Das ist keine dringend nötige Anforderung für Grün bei der Ampel, sondern da wird in Zukunft der Radverkehr gezählt, wie Heike Thelen, Pressesprecherin der Stadt Dortmund, gegenüber VeloCityRuhr.Net bestätigt. „Die gestaltete Anzeigesäule mit der Steuerungstechnik und Auswerteeinheit wird zurzeit im Werk gefertigt. Die Endmontage der Zählsäule vor Ort ist für Mitte Dezember vorgesehen. Mit der Endmontage ist kurzfristig auch die Inbetriebnahme der Zählstelle geplant.“

Auch hinsichtlich der Beleuchtung gibt es Fortschritte. Die sechs fehlenden Leuchten (s. Abbildung) sollen bis zum Frühjahr kommen, also ein Jahr später als die anderen Leuchten und ein Jahr später, als die Ruhr Nachrichten verkündet haben, die Beleuchtungslücke zwischen Dorstfeld und Kreuzviertel sei geschlossen.

(Foto: Stadt Dortmund)

Winterdienst für den Radverkehr in Dortmund ist auch so ein Dauerbrenner. Machen wir es kurz und schmerzlos: Auf die Frage nach dem immer für das nächste Jahr angekündigte Konzept hat die Pressestelle bisher nicht reagiert und alles was man aus der Verwaltung hört, gibt es das weiterhin nicht. Aber: einen ganz kleinen Fortschritt gibt es. Die Verbindung Kreuzviertel – Campus Nord soll eine Pilotstrecke werden um einen richtigen Winterdienst zu erproben. Hoffen wir also auf Schnee und Eis in den nächsten Monaten.

Andere Probleme bleiben. Seit April 2015 (sic!) haben Karl-Heinz Kibowski vom ADFC und ich immer wieder um das Aufstellen eines fehlenden Wegweiser auf der anderen Seite der Kreuzung angemahnt, an der die Zählstelle kommen soll. Zur Frage, wann der kommt, schweigt die Pressestelle ebenso bisher zu einer Anfrage von VeloCityRuhr.Net. Ob wir noch drei Jahre in Kauf genommene Irrfahrten erleben?

Geht das beschilderte Radnetz geradeaus oder links weiter? (Foto: Norbert Paul)

Wenn man links fährt, kommt man in Richtung DASA. Schon länger wartet die zuständige Bezirksvertretung auf eine Antwort der Verwaltung, was die Umlaufschranke dort soll, schließlich bringt die ein erhöhtes Sturzrisiko, macht den Weg unattraktiver und ist ein bisschen eng für Lastenräder. Zuletzt habe ich dazu am 05.10.2017 an die Leitung der Straßenverkehrsbehörde geschrieben und darauf hingewiesen, dass s. g. Umlaufschranken keine Verkehrszeichen und Verkehrseinrichtungen im Sinne der Straßenverkehrsordnung sind. Damit sind sie nicht für die Regelung und Lenkung des Verkehrs durch die Straßenverkehrsbehörde geeignet. Mit Umlaufschranken ein Regelungsziel erreichen zu wollen, ist damit unzulässig (s. auch das Urteil des OVG RP Aktenzeichen 7 A 11038/13 vom 26.02.2014). Vorsorglich wies ich darauf hin, dass das Ersetzen durch zwei gegenläufige Richtungstafel in Kurven (VZ 625) mangels Kurve oder durch zwei Absperrschranken (VZ 600), da nichts abgesperrt wird, nicht möglich ist. Man weiß ja nie. Meinem sich aus der regelmäßigen Nutzung des Weges ergebender öffentlich-rechtlicher Folgenbeseitigungsanspruch gegenüber der Straßenverkehrsbehörde ist diese wie zu erwarten war, nicht nachgekommen und sie hat auch nicht andersweitig reagiert.

Seit diesem Sommer wurde die Situation an der Stelle noch gefährlicher. Mitten im Blickfeld steht beim Abbiegen in Richtung DASA (und umgekehrt) nun eine Tafel des RVR für sein Knotenpunktsystem. Würde man den Radverkehr so ernst nehmen wie den Autoverkehr, würde man dort nichts aufstellen, was die Sicht behindert. Ende August schrieb ich eine E-Mail in der Angelegenheit an die Stadt Dortmund. Es gab weder eine Antwort vom RVR, an den das Anliegen zuständigkeithalber weitergeleitet wurde, noch eine Verbesserung. Anstatt sicher abbiegen zu können, muss man weiterhin einerseits auf die Umlaufschranke achten anstatt sich komplett auf den Verkehr im Friedrich-Henkel-Weg zu konzentrieren und hat dann noch nicht mal freie Sicht auf die Fahrbahn.

 

(Foto: Norbert Paul)

Korrektur 27.11.2017 16:32:

Im letzten Absatz wurde zur Klarstellung „vom RVR, an den das Anliegen zuständigkeithalber weitergeleitet wurde,“ ergänzt. Die Stadt Dortmund ist nicht für die Tafeln zuständig. Ich bitte die Ungenauigkeit zu entschuldigen.

Norbert Paul

Der Verkehrsjournalist schreibt u. a. seit 2008 für Mobilogisch (ehemals Informationsdienst Verkehr). Von 2013 bis 2015 war er auch für den ADFC-Blog aktiv. Bei VeloCityRuhr schreibt er über Verkehrspolitik -planung, -recht und -forschung.

Er ist berufenes Mitglied im Nahmobiliätsbeirat der Stadt Dortmund.

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