Unter Beobachtung

Man stelle sich vor, man habe ein Wohnmobil mit einer zulässigen Gesamtmasse von 3,5 Tonnen, z. B. das T 699 VB von Forster. Man stelle sich weiter vor, man arbeite bei einer Firma, die sich auf juristische Spitzfindigkeiten spezialisiert hat, um Bußgeldbescheide abzuwehren (Näheres zum Geschäftsmodell beim Handelsblatt). Wäre es da nicht sinnvoll, sich an Anlage 3 Nr. 10 StVO zu erinnern, dass man nur auf Gehwegen parken darf, wenn es erlaubt ist durch Zeichen 315 und dann auch nur mit Fahrzeugen bis 2,8 Tonnen, wenn man einen Reporter von Spiegel TV Online mit nimmt zu einer Stelle,  an der keine Straßenverkehrsbehörde Gehwegparken zu lassen wird (z. B. diese Stelle hier bei Google StreetView)? Nur mal so gefragt.

(Foto: Screenshot Spiegel TV Online)

 

Norbert Paul

Der Verkehrsjournalist schreibt u. a. seit 2008 für Mobilogisch (ehemals Informationsdienst Verkehr). Von 2013 bis 2015 war er auch für den ADFC-Blog aktiv. Bei VeloCityRuhr schreibt er über Verkehrspolitik -planung, -recht und -forschung. Er ist berufenes Mitglied im Nahmobiliätsbeirat der Stadt Dortmund.

2 Gedanken zu „Unter Beobachtung

  • 02.11.2017 um 9:45
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    Solche Firmen gehören verboten.
    Nicht jetzt wegen dem falsch parken (hat das wenigstens wer beim entsprechenden Ordnungsamt angezeigt, Beweislage ist ja offensichtlich).
    Ich finde es lächerlich, dass Leute, wie in dem Bericht vom Handelsblatt, durch eine Baustelle rasen, und wegen irgendwelchen juristischen Kleinigkeiten dann keine Strafe bekommen. In diesem geschilderten Fall ein Taxifahrer der um sein Führerschein bangt… Hallo? Gerade ein Taxifahrer sollte es doch besser wissen und nicht rasen etc…

    Ich habe für so etwas kein Verständnis. Wenn einer zu schnell fährt und erwischt wird, dann soll er die „Eier in der Hose haben“, dazu stehen und die Strafe akzeptieren.
    Ich hatte selber einen Job im Außendienst mit Termindruck. Trotzdem hab ich zugesehen mich an die StVO zu halten. Hier gab es auch drei Situationen in denen ich geblitzt worden bin. Zweimal habe ich das Temop 30 Schild offensichtlich nicht gesehen und bin mit knapp 50 weiter, und einmal ein Tempo 120 Schild auf der Autobahn und ich wurde mit knapp 140 geblitzt.
    Was soll ich da lamentieren? Ich war unachtsam und muss dafür geradestehen, fertig.

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    • 02.11.2017 um 22:50
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      Solche Firmen gehören verboten.

      Im Kern ist das eine anwaltliche Vertretung mit kompliziertem Geschäftsmodell. Ob sich das für die Partner-Anwälte wirklich lohnt, müssen die wissen. Es soll ja zu viele davon geben, sodass viele für jede Einnahme dankbar sind.

      Für eine Anzeige dürfte trotz Video-Beweis Datum und Uhrzeit fehlen und die Dauer des Parkens/Haltens.

      Antwort

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