Basel verkürzt Grünphase um Autos aus Wohngebieten zu halten

(Kanton Basel Stadt) Das angedachte Verkehrslenkungskonzept wurde bereits kontrovers diskutiert. Bevor dieses allenfalls umgesetzt wird, führt das Amt für Mobilität in den kommenden Monaten einen Pilotversuch durch, der zeigen soll, ob die angedachten Massnahmen die gewünschte Wirkung erzielen können. An der Kreuzung Elsässerstrasse/Hüningerstrasse werden die Grünphasen zeitweise verkürzt, so dass der stadteinwärts fahrende Autoverkehr nur noch dosiert in Richtung Voltaplatz rollt. Ziel ist es, den Rückstau aus dem Wohngebiet in weniger empfindliche Gebiete zu verlegen. Damit soll zudem der Verkehrsfluss am Voltaplatz und am Lothringerplatz verbessert werden.
Am Mittwoch startete der Pilotversuch mit kürzeren Grünphasen an der Kreuzung Elsässerstrasse/Hüningerstrasse. Konkret wird der stadteinwärts fahrende Autoverkehr vorerst nur in den Morgenstunden zwischen 06:30 und 09:30 Uhr stärker zurückgehalten und kann nur dosiert in Richtung Voltaplatz fahren. Der Pilotversuch soll zeigen, ob mit dieser Ampeleinstellung der gewünschte Effekt erzielt werden kann: Der Stau soll aus dem Wohnquartier in weniger sensible Gebiete Richtung Grenze zurückverlegt werden. Dadurch soll sich der Verkehrsablauf am Voltaplatz und am Lothringerplatz verbessern. Am Voltaplatz können Tram und Bus ohne Zeitverlust verkehren und sowohl Autofahrende als auch Velofahrende sowie Fussgängerinnen und Fussgänger müssen an den Ampeln weniger lange warten, bis sie Grün erhalten.
Die kürzeren Grün-Phasen der Ampeln an der Kreuzung Elsässerstrasse/Hüningerstrasse behindern den öffentlichen Verkehr nicht, da Tram und Bus hier über ein eigenes Trassee verfügen. Die computergestützten Simulationen, die das Amt für Mobilität vor Start des Pilotversuchs durchgeführt hat, zeigen, dass auch keine negativen Auswirkungen auf die Kreuzung bei der Schlachthofstrasse zu erwarten sind. Autofahrende haben zudem die Möglichkeit, von Frankreich her kommend über die Schlachthofstrasse auf die Autobahn zu fahren, um von dort ins Kleinbasel oder nach Basel Ost zu gelangen.
Das Amt für Mobilität beobachtet den Verkehrsfluss in den ersten Wochen des Pilotprojekts und optimiert die Steuerung nach Bedarf fortlaufend. Aufgrund der Erkenntnisse, die der Pilotversuch ermöglicht, wird das Verkehrslenkungskonzept überprüft, weiterentwickelt und soweit sinnvoll umgesetzt.
Das angedachte Verkehrslenkungskonzept wurde in den vergangenen Wochen teils kontrovers diskutiert. Das Bau- und Verkehrsdepartement betont, dass es sich dabei um ein internes Papier handelt, das Möglichkeiten aufzeigt, den Verkehr besser zu lenken und den Stau in Gebiete der Stadt zu verlegen, wo er nicht oder weniger stört. Massnahmen sind aber noch keine beschlossen. Weltweit haben bereits zahlreiche Städte solche Verkehrslenkungen erfolgreich eingeführt, in der Schweiz sind dies unter anderen die Städte Zürich und Bern.

Pressemitteilung

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