Dortmund bekommt weitere Fahrradstraße im Nichts

Aus Drucksache Nr. 07782-17-E1

Bei der Verkehrszählung am 05.07.2017 wurde die Röhrenstraße in der Zeit von 17:30 bis 18:00 Uhr von 17 Fahrrädern und keinem PKW befahren. Insofern muss ich die bisher von hier erfolgte Einschätzung revidieren und halte fest, dass der  Radfahrverkehr die vorherrschende Verkehrsart darstellt.

Dementsprechend wurde zwischenzeitlich angeordnet, die Röhrenstraße antragsgemäß als Fahrradstraße mit Verkehrszeichen 244 (Fahrradstraße) in Verbindung mit Zusatzzeichen „Anlieger frei“ (entsprechend der StVO) einzurichten.

Die Röhrstraße ist eine Sackgasse mit genau einem Wohnhaus und ohne Probleme für den Radverkehr.

Norbert Paul

Der Verkehrsjournalist schreibt u. a. seit 2008 für Mobilogisch (ehemals Informationsdienst Verkehr). Von 2013 bis 2015 war er auch für den ADFC-Blog aktiv. Bei VeloCityRuhr schreibt er über Verkehrspolitik -planung, -recht und -forschung.

Er ist berufenes Mitglied im Nahmobiliätsbeirat der Stadt Dortmund.

6 Gedanken zu „Dortmund bekommt weitere Fahrradstraße im Nichts

  • 13.10.2017 um 19:01
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    Ganz im Sinne des Greenwashings sind auch Fahrradstraßen oft mehr Schein als Sein.

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  • 16.10.2017 um 8:48
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    Noch eine Ergänzung: Schaut man sich die Weiterfahr-Möglichkeiten an, die sich eröffnen, wenn man dieser vorgeblichen „Fahrradstraße ins Nichts“ Richtung Norden folgt, finde ich den Titel doch etwas polemisch …

    Google Street View zeigt übrigens ein „Sackgasse“ Schild am Beginn der Röhrenstraße. Das Zusatzschild darunter ist zwar beschmiert, aber mich würde es nicht wundern, wenn das „Radfahrer frei“ stünde …

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    • 16.10.2017 um 13:52
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      „Im Nichts“ bedeutet, dass die Fahrradstraße abseits wichtiger Verbindungen und Ziele liegt wie die bisherige Fahrradstraße in Aplerbeck. Beide tun keinem weh und sind für den Radverkehr am Ende bedeutungslos – sie sind vor allem was für das Selbstlob von Grünen und Verwaltung.

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  • 16.10.2017 um 16:31
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    Ach, ich könnte mir schon vorstellen, dass Radfahrer aus dem Raum Berghofen, die zu Arbeitsplätzen im Bereich der Stadtkrone Ost wollen, schon die Vermeidung der anderen offiziellen Radwege durch den Ortskern von Schüren attraktiv finden könnten. Auf der anderen Seite finde ich persönlich die direkte Nachbarschaft der B236 wiederum auch nicht gerade attraktiv – genau wie die bestimmt für Radfahrer „interessante Situation“ gegenüber der B236-Auffahrt in der Straße „Am Remberg“ …

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    • 17.10.2017 um 0:33
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      Ja, die gibt es bestimmt, aber das werden nicht die Massen werden und deren Probleme sind erst mal andere, wie du selbst sagst. Die Mehrheit der Leute wird in der Ecke nach Schüren rein (bzw. zurück) bzw. zum Phoenixsee (bzw. zurück) fahren.

      Und nochmal: An der Straße liegt ein Wohnhaus, sonst nichts. Das ist für das Ruhrgebiet „draußen“ und damit im Nichts, wenn da keine wichtige Verbindung lang geht :-)

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