Parkraumbewirtschaftung nutzt Basler Einwohner*innen

(Kanton Basel-Stadt) Seit Ende 2016 ist die Parkraumbewirtschaftung in Basel vollständig umgesetzt. Nun liegen die Ergebnisse der ersten Wirkungskontrolle vor: Die Auslastung der Parkplätze konnte zwar nur leicht reduziert werden, die Anwohnerinnen und Anwohner finden aber einfacher einen Parkplatz als früher. Der Parkierdruck in den dicht besiedelten Wohngebieten ist jedoch nach wie vor sehr hoch. Der Regierungsrat verfolgt daher das Ziel, die Auslastung der Parkplätze im Strassenraum auf 90% bis 95% zu senken, damit der Suchverkehr abnimmt und Autofahrende innerhalb einer vernünftigen Zeit einen Parkplatz finden können.
Zwischen 2011 und 2016 wurde in Basel die von der Regierung und vom Grossen Rat beschlossene Parkraumbewirtschaftung umgesetzt. Das Bau- und Verkehrsdepartement hat die Einführung mit einer Wirkungskontrolle begleitet. Die Ergebnisse zeigen, dass die Auslastung der Parkplätze generell leicht abgenommen hat – insbesondere am Abend finden Autofahrende etwas rascher einen Parkplatz als früher. Verbessert hat sich die Situation für die Anwohnerinnen und Anwohner: Die Wirkungskontrolle zeigte eine deutliche Zunahme der Parkiervorgänge mit Anwohnerparkkarte, in der Nacht liegt der Anteil von parkierten Autos mit Anwohnerparkkarte bei 81%.
Vergleichsweise selten genutzt werden die Pendler- und Besucherparkkarten sowie weitere Sonderparkkarten, zu welchen beispielsweise Parkkarten für Carsharing oder Ärzte gehören. Eine Ausnahme bildet das Wettstein-Quartier, wo überdurchschnittlich viele Parkiervorgänge mit Besucher- und Pendlerparkkarten stattfinden. Damit Anwohnende auch hier leichter einen Parkplatz finden, wurde ein Teil der Plätze mit Parkuhren ausgestattet. Diese Plätze dürfen mit der Anwohnerparkkarte gratis genutzt werden. In der Folge ist die Parkplatzauslastung hier leicht zurückgegangen.
Zum Parksuchverkehr lassen die Ergebnisse der Wirkungskontrolle keine eindeutigen und flächendeckenden Aussagen zu. Die Zahl der Autofahrenden, die auf der Suche nach einem Parkplatz durch die Quartiere fahren, ist lokal sehr unterschiedlich. Insgesamt lässt sich eine leicht positive Entwicklung ausmachen. Obwohl die Menge des Parksuchverkehrs subjektiv eher überschätzt wird, ist er ein relevanter Faktor, den es bei der Weiterentwicklung der Parkraumbewirtschaftung zu beachten gilt.
Schliesslich zeigte eine Analyse der Bussenstatistiken, dass die Zahlungsmoral zwischen 2012 und 2016 deutlich abgenommen hat: Im Vergleich zur Zeit vor der Umsetzung der Parkraumbewirtschaftung büsst die Polizei heute pro Kontrollstunde deutlich mehr Autofahrende, weil sie die Gebühren an der Parkuhr nicht bezahlt haben.
Insgesamt ist die Auslastung der Parkplätze insbesondere in dicht besiedelten Wohngebieten nach wie vor hoch. Der Regierungsrat verfolgt das Ziel, die Auslastung der Parkplätze auf 90% bis 95% zu senken, damit Autofahrende jederzeit und überall innerhalb einer vernünftigen Zeitspanne einen Parkplatz finden können und damit der Parksuchverkehr abnimmt. Dazu überprüft er die Preise der verschiedenen Parkkarten. Zudem möchte der Regierungsrat Fördermöglichkeiten für den Bau von Quartierparkings und damit verbunden gesetzliche Regeln zur Kompensation von neuen Parkplätzen in Quartierparkings prüfen. Entsprechende konkrete Vorlagen sollen bis Ende 2017 erarbeitet werden.
Hinweise:
Der Bericht „Wirkungscontrolling Umsetzung Parkraumbewirtschaftung 2013-2016“ steht zum Download bereit unter: http://www.mobilitaet.bs.ch/motorfahrzeuge/parkieren-in-basel/parkraumbewirtschaftung.html

Pressemitteilung

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