Dankeschön an Radfahrer*innen in Bochum Chefsache

(Stadt Bochum/Stadt Bochum) Die Stadt Bochum hat am Donnerstag (31. August) Brezeln und kleine Geschenke an Radpendlerinnen und -pendler verteilt – als offizielles Dankeschön für ihren Beitrag zu mehr Klima- und Umweltfreundlichkeit. Zwischen 6.30 Uhr und 8.30 Uhr kamen rund 200 Radfahrerinnen und Radfahrer an der Springorumtrasse Ecke Querenburger Straße und an der Victoriastraße Höhe Husemannplatz in den Genuss der unverhofften Stärkung. Auch Stadtbaurat Dr. Markus Bradtke beteiligte sich an der Aktion.

Die Stadt Bochum will den Radverkehr weiter aktiv fördern. […] Die Stadt Bochum wurde bei der Aktion durch die Stadt Essen im Rahmen der „Grünen Hauptstadt Europas 2017“ mit Volontärinnen und Volontären unterstützt.

Trotz des Förderwillens ist im Vergleich von Juli zu August der Fahrzeugbestand in Bochum mit 235.974 zu 236.468 gestiegen. 191.837 Pkw sind nun auf Bochums Straßen unterwegs: 399 mehr als im Monat zuvor. Die Zahl der Krafträder sank um acht auf 15.602. In Bochum fahren 69 Lkw mehr als im Juli; es sind nun 12.917. Die Zahl der Busse blieb gleich bei 156, die der Zugmaschinen sank um zwei auf 794. Es gibt 13.736 zugelassene Anhänger – 29 mehr als im Juli. Die Anzahl der sonstigen Fahrzeuge stieg im August um sieben auf 1.426. In Bochum fahren seit August 12.962 Fahrzeuge mit Wattenscheider Kennzeichen, ein Plus von 71. Die Anzahl der Elektrofahrzeuge stieg um sechs auf 230.

Pressemitteilung

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7 Gedanken zu „Dankeschön an Radfahrer*innen in Bochum Chefsache

  • 03.09.2017 um 20:16
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    In Dortmund gab’s das zwar eher, aber da war – soweit ich hörte – kein Dezernent da. Radverkehr war noch nie Chefsache in Dortmund. Und bei der zweiten Auflage haben es meines Wissens nach die Ehrenamtlichen ganz allein gemacht.

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  • 04.09.2017 um 12:59
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    Ich finde noch interessant, dass wir da im Niesel- und zwischendurch im richtigen Regen standen und dass wir dennoch den Großteil unserer Brezel losgeworden sind. Die Aktion war jetzt von Stadtseite aus eine Kooperation der Bereiche Klimaschutz und Nahmobilität – letzten Endes zielt der Dank also einmal auf den Beitrag zum Klimaschutz, passt aber auch zur Bochum Strategie 2030 und dient dem darin formulierten Ziel, „Großstadt mit Lebensgefühl“ zu werden.

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    • 04.09.2017 um 17:20
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      Da es in den Ruhrgebietsstädten ja kaum Daten gibt, finde es schwierig passende Stellen auszusuchen, um viele Leute zu erreichen und nicht da zu stehen, wo man sie gerne hätte (im Ruhrgebiet gerne in den Nebenstraßen mit den vielen Schlaglöchern) oder die Mitarbeiter selber fahren. Aber bei richtigen Regenwetter scheint mir das für das Ruhrgebiet und außerhalb von HotSpots wie Hbf, Uni, … doch eine ordentliche Zahl zu sein.

      Was hat Klimaschutz mit Lebensgefühl zu tun?

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      • 04.09.2017 um 17:53
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        Tatsächlich haben wir die Stellen danach ausgewählt, wo einerseits ich morgens auf meinen Pendelfahrten die meisten Menschen auf Fahrrädern sehe und zum anderen dort, wo sich die einzig logischen Fahrradstrecken zum Durchqueren der Innenstadt befinden. Aber auch dann erwischt man natürlich nicht alle: Die einen biegen an der Kreuzung in die „falsche“ Richtung ab, die anderen benutzen kurz vor dem Standort einen zusätzlichen Trampelpfad als (minimale) Abkürzung usw. Hier in der Großstadt gibt es halt zu viele Routenoptionen um alle aus oder in eine Richtung zu erwischen.

        Klimaschutz hat mit Lebensgefühl an sich erstmal nichts zu tun. Weniger Autos bzw. mehr sichtbare Menschen auf den Straßen aber schon, weil dadurch letztlich die Aufenthaltsqualität und das Sicherheitsgefühl steigt, der Lärmpegel sinkt, weil die Flexibilität und die Möglichkeit zur Interaktion wesentlich zum Gefühl einer Stadt beitragen. Klimaschutz selbst trägt also nicht zu mehr Lebensqualität oder einem anderen Lebensgefühl bei, die das Lebensgefühl mitbestimmende Verkehrsmittelwahl (für mehr Fuß-, Rad-, ÖPNverkehr) allerdings sorgt auch für mehr Klimaschutz.

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        • 04.09.2017 um 20:22
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          Am besten ist wohl wie in Dortmund immer mal wieder andere Stellen zu wählen. Wirklich gut finde ich, dass sich in Bochum jemand von weit oben in der Hierarchie Zeit genommen hat. Haben die meisten wenigstens kurz angehalten?

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          • 04.09.2017 um 21:39
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            Ja, das fand ich auch ein gutes Signal.

            An meinem Standort sind die meisten stehengeblieben. Nur sehr wenige sind einfach weitergefahren. Komischerweise wollten sich aber nur die wenigsten Schulkinder beschenken lassen. Wahrscheinlich ist da noch das „Du darfst nichts Süßes vom fremden Onkel annehmen“ zu präsent. Mit den stehengebliebenen gab es auch das ein- oder andere nette Gespräch über Radwegezustand, Planungen, Ausbaupläne usw. Sehr nett war, Menschen kennenzulernen, deren Mängelmeldungen, Anregungen usw. tatsächlich schonmal bei mir gelandet waren, die beim ParkingDay mitmachen oder die auch schonmal bei einer der Radtouren dabei waren.

            Am anderen Standort wurden auch einige Tragetaschen im Fahren entgegengenommen. Da fehlt dann natürlich das persönliche Gespräch und weitere Hintergründe zur Aktion können nicht transportiert werden.

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            • 04.09.2017 um 22:51
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              Ich finde es ein gutes Zeichen, wenn die Kinder vorsichtig sind. Das darf man den nicht verübeln.

              Andersherum ist es sicherlich auch schön, ein Gesicht hinter der E-Mail-Adresse zu kennen.

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