Umbau der Stadionstrasse in Basel: Was möglich ist, wenn man will

In Basel war die Stadionstrasse bisher eine zweispurige Einbahnstraße, genauso wie die sie kreuzende Lehenmattstrasse. Das ergab vier Blöcke, die man jeden für sich umfahren konnte ohne an der Kreuzung der beiden Straßen geradeaus fahren zu können. Bei Google StreetView kann man sich das noch anschauen. Diese Straße wurde nun umgebaut. Der Planauszug zeigt die bisherige Markierung in gelb. In der Mitte war eine viereckige Fußverkehrsinsel (gepünktelt). In der Stadionstrasse fuhr man von der Kreuzung weg, in der Lehenmattstrasse fuhr man auf die Kreuzung zu.

(Abbildung: Kanton Basel Stadt)

Die neue Markierung ist rot dargestellt. In der Stadionstrasse wurden aus 2 Spuren nun eine Spur und je einem Radstreifen mit unterbrochener Linie je Richtung mit 1,75 Meter Breite. Die rechtlichen Regelungen sind ähnlich wie bei deutschen Schutzstreifen. In der Umsetzung sieht das so aus:

(Foto: Bau- und Verkehrsdepartement des Kantons Basel-Stadt)

Die Insel in der Kreuzungsmitte wurde so umgestaltet, dass man entlang der Stadionstrasse geradeaus fahren kann mit dem Fahrrad. Auf taktile Leitsysteme, wie sie in Dortmund inzwischen Standard sind bei Neu- und Umbauten, wurde verzichtet.

(Foto: Bau- und Verkehrsdepartement des Kantons Basel-Stadt)

Auch die Anpassung der Einmündung in die Birsstrasse scheinen mir gelungen.

(Abbildung: Kanton Basel Stadt)
(Foto: Bau- und Verkehrsdepartement des Kantons Basel-Stadt)

Mit solchen überschaubaren Maßnahmen kann man viel für den Radverkehr tun und die autofreundliche Gestaltung der Städte verändern. Man muss nur wollen.

Norbert Paul

Der Verkehrsjournalist schreibt u. a. seit 2008 für Mobilogisch (ehemals Informationsdienst Verkehr). Von 2013 bis 2015 war er auch für den ADFC-Blog aktiv. Bei VeloCityRuhr schreibt er über Verkehrspolitik -planung, -recht und -forschung. Er ist berufenes Mitglied im Nahmobiliätsbeirat der Stadt Dortmund.

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