Lückenschluss am Springorum Radweg: Tunnelbau unter Hattinger Straße ist im Rohbau fertig

In Bochum Weitmar besichtigen am 28.07.2017 RVR Beigeordnete Nina Frense Bereichsleitung Umwelt, RVR Ruhr Grün Teamleiter Freiflächengestaltung Heinrich-Josef Jolk und stellvertretende Bauleiterin Kathrin Schneider-Dramani den Tunnel des Springorum-Radweg unter der Hattinger Straße (Foto RVR/Volker Wiciok)

(Regionalverband Ruhr) Der Regionalverband Ruhr (RVR) baut die ehemalige Bahntrasse Springorum Schritt für Schritt zu einem rund zehn Kilometer langen Rad- und Wanderweg von der Bochumer Innenstadt bis ins Ruhrtal aus. Eine besondere bauliche Herausforderung des dritten Bauabschnitts war die Untertunnelung der Hattinger Straße. Der alte Eisenbahntunnel wurde in den 1970er Jahren mit Bergematerial verfüllt. Deshalb musste ein neuer Durchstich geschaffen werden, damit Radfahrer und Fußgänger die viel befahrene Hattinger Straße unterqueren und die Kreuzung mit vier Ampeln meiden können. Die Arbeiten im Tunnel sind abgeschlossen. Jetzt wird der Radweg gebaut.

Im letzten Jahr begann der RVR mit dem Bau der rund 26 Meter langen Unterquerung. Zuerst wurden am Tunnelein- und -ausgang Bohrpfahlwände errichtet, um die Böschungen zu sichern. Das verbleibende Verfüllmaterial aus dem Bergbau zwischen Tunneldecke und Hattinger Straße musste anschließend verfestigt werden, bevor eine fünf Meter breite und vier Meter hohe Tunnelöffnung ausgebrochen und mit Spritzbeton gesichert werden konnte. Für den finalen Ausbau wurde eine Innenschale aus Sichtbeton ausgebildet. Aus Verkehrssicherungsgründen sind Stahlgeländer beidseitig der Hattinger Straße installiert worden.

Die 800 Meter lange, dritte Teilstrecke liegt in einem Geländeeinschnitt zwischen der Franziskusstraße und dem Neveltalweg, beidseitig umgeben von steilen Abhängen. Der drei Meter breite Radweg wird wie bereits die beiden vorherigen Teilstrecken asphaltiert und durchgehend beleuchtet sein. In einigen Wegeabschnitten müssen noch Felswände gesichert und bestehende Stützmauern aus Naturstein bearbeitet werden. Zusätzliche Maßnahmen sind notwendig, um den Lebensraum von Amphibien und Feuersalamandern zu bewahren.

Der dritte Bauabschnitt ist voraussichtlich im Herbst 2017 fertig. Die Kosten für den Fahrradtunnel belaufen sich auf etwa 1,5 Millionen Euro. Der Wegebau kostet inklusive Freischnitt knapp 500.000 Euro.

In einem vierten Bauabschnitt plant der RVR, den weiteren Verlauf der Strecke bis ins Ruhrtal noch zu optimieren, sobald die nötigen Fördermittel bereit stehen.

Am Ausbau-Ende in Dahlhausen knüpft der Springorum-Radweg über den R 27 an den Ruhrtalradweg von Duisburg nach Arnsberg an. Von diesem können Radfahrer einen Abstecher auf den Rundweg „Von Ruhr zur Ruhr“ über Hattingen, Sprockhövel, Gevelsberg, Wetter und Witten machen. Mit dem Abzweig über den Tunnel Schee in Sprockhövel sind auch Touren bis nach Wuppertal, Remscheid und Solingen machbar.

Pressemitteilung

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