Tu Dortmund bleibt nach kleiner Anfrage kontinuierlich am Thema Fahrradabstellen dran

Als ich 2012 anmerkte, ich würde Fahrradbügel auf dem Südcampus vermissen, wagte ich nicht davon zu träumen, dass daraufhin die Anzahl Fahrräder deutlich steigen würde (ich ärgere mich, damals keine Zählungen gemacht zu haben) sondern es ging mir einfach darum, mein Fahrrad vernünftig abstellen zu können. Inzwischen sind selbst Lastenräder keine Seltenheit mehr. Das die Verwaltung sich dem Thema dann gleich umfassend annahm, war dann im positiven Sinne überraschend und mir fehlt im Zusammenhang mit der kommunalen Verwaltung ein nur in Ansätzen vergleichbarer Erfolg, bei dem eine kleine Nachfrage dazu führt, dass die Verwaltung sich kontinuierlich eines Themas annimmt und es ohne zu kritisierende Mängel bearbeitet. (Wäre der Output aus der Kommunikation mit der Stadtverwaltung Dortmund gleich hoch, würden heute die Niederländer und Kopenhagener Planer in Dortmund dauercampen. ;-)) Als die Fahrradbügel gut angenommen wurden, folgten nämlich weitere Bügel. Ganz ohne Betteln, wurde die Infrastruktur für Fahrräder also ausgebaut, wenn die beobachtbare Nachfrage es nötig machte. Und vor vielleicht zwei Wochen folgten mal wieder weitere Fahrradbügel, für die sogar eine Fläche gepflastert wurde. Ob da die kürzlich erfolgte Umfrage zum Radfahren unter Hochschulangehörigen eine Rolle spielte, weiß ich nicht.

(Foto: Norbert Paul)

Norbert Paul

Der Verkehrsjournalist schreibt u. a. seit 2008 für Mobilogisch (ehemals Informationsdienst Verkehr). Von 2013 bis 2015 war er auch für den ADFC-Blog aktiv. Bei VeloCityRuhr schreibt er über Verkehrspolitik -planung, -recht und -forschung. Er ist berufenes Mitglied im Nahmobiliätsbeirat der Stadt Dortmund.

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