Poller

Protected Bike Lanes sind ja gerade schwer angesagt bei vielen Radaktivisten. Ich glaube, dass Poller und Co. vor allem eine Sicherheit vorgaukeln. Sie verhindern vielleicht das falsch abgestellte Auto, was nervig ist, aber beherrschbar ist als Radfahrer*in sind aber machtlos gegen die lebensbedrohlichen Gefahren. Die halten selbst Stahlpoller nicht von einem fern, wie das Bild aus Dortmund zeigt.

(Foto: Norbert Paul)

In einem Interview äußert sich Siegfried Brockmann nicht nur wie gewohnt dazu da, dass Radfahrer*innen besonders wenig regeltreu sein, sondern äußert sich auch kritisch zu diesem Thema.

Also fordert der ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) Abtrennungen zwischen Fahrbahn und Radweg mit Blumenkübeln oder Ähnlichem. Meine Prognose ist: Wenn wir die Blumenkübel haben, merkt der Radfahrer, dass die Hindernisse auch für ihn eine gewisse Gefahr darstellen. Weil er vielleicht selbst mal den Radweg nach links verlassen muss, wenn vor ihm eine Gefahrensituation entsteht.

 

Norbert Paul

Der Verkehrsjournalist schreibt u. a. seit 2008 für Mobilogisch (ehemals Informationsdienst Verkehr). Von 2013 bis 2015 war er auch für den ADFC-Blog aktiv. Bei VeloCityRuhr schreibt er über Verkehrspolitik -planung, -recht und -forschung.

Er ist berufenes Mitglied im Nahmobiliätsbeirat der Stadt Dortmund.

3 Gedanken zu „Poller

  • 20.07.2017 um 9:17
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    Das Problem mit „Poller und Co.“ ist halt: Das sind Heimwerker-Lösungen, die das Konzept der „Protected Bike Lanes“ ad absurdum führen.

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    • 20.07.2017 um 13:14
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      Als „Protected Bike Lanes“ wird so viel unterschiedliches verkauft. Die einzige Gemeinsamkeit ist, dass jeweils behauptet wird, dass die eigene Lösung die Richtige ist.

      Antwort

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