Bochum hält Erreichbarkeit von Zielen an einer Hauptstraße für nicht so wichtig

Die Wittener Straße ist ein der Hauptstraßen im Bochumer Südosten. Im Rahmen einer Baumaßnahme hat der ADFC Bochum eine rad- und fußverkehrsfreundliche Lösung angemahnt. Anstatt die Kapazitäten für den Autoverkehr einzuschränken und die Straße auf eine Spur je Richtung zu beschränken, verzichtet die Stadtverwaltung Bochum lieber auf Radinfrastruktur und verweist den Radverkehr lieber auf Nebenrouten, an denen aber nun mal nicht die Ziele liegen, die an der Wittener Straße liegen. Bei einer vierspurigen Straße der Politik als Beschlussvorlage als einzige Option den einseitigen Abriß von Häusern anzubieten, ist absurd. Hier hätten alle Ansätze mit Vor- und Nachteilen diskutiert werden müssen, indem alle Aspekte dargestellt werden.

Vierspurig, ohne Radinfrastruktur

  • steht im Widerpruch zur AGFS-Mitgliedschaft

Zweispurig mit Radinfrstruktur

  • mittelfristig Reduktion des Kfz-Verkehr in Spitzen auch im Vor- und Nachlauf

Vierspurig mit Radiunfrastruktur

  • Abriss von Häusern

Dann könnte die Politik eine politische Entscheidung treffen im Wissen um Alternativen und den Auswirkungen aller Varianten und nicht nur die Position einer Verwaltung abnicken, die sich die Variante ausgesucht hat, bei der sie am wenigsten Protest und damit am wenigsten Arbeit erwartet.

Norbert Paul

Der Verkehrsjournalist schreibt u. a. seit 2008 für Mobilogisch (ehemals Informationsdienst Verkehr). Von 2013 bis 2015 war er auch für den ADFC-Blog aktiv. Bei VeloCityRuhr schreibt er über Verkehrspolitik -planung, -recht und -forschung. Er ist berufenes Mitglied im Nahmobiliätsbeirat der Stadt Dortmund.

2 Gedanken zu „Bochum hält Erreichbarkeit von Zielen an einer Hauptstraße für nicht so wichtig

  • 11.06.2017 um 12:31
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    Als regelmäßige Nutzerin der Wittener Strasse würde ich mich über eine Fahrradspur freuen und mich so auf meinen Einkaufsfahrten bedeutend sicherer fühlen! Anhand der Herner Strasse sieht man doch, dass es geht…

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    • 13.06.2017 um 2:23
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      Am besten mal an die zuständigen Gremien schreiben. Dies als Eingabe nach GO § 24 kennzeichnen, damit das auch dem Gremium wirklich vorgelegt wird.

      Antwort

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