Mit dem Rad zur Arbeit in der Stadtverwaltung

Der Bochumer Stadtbaurat Markus Bradtke (Foto: André Grabowski/Stadt Bochum, Presseamt)

Der Bochumer Stadtbaurat Markus Bradtke sieht die Stadtverwaltung in einer Vorbildrolle beim Radverkehr. In einer der Redaktion von VeloCityRuhr.Net vorliegenden E-Mail an die Mitarbeiter*innen schreibt er:

In unserer Stadt gibt es dieses Jahr einige Fahrradaktionen, mit denen das Radfahren an sich und insbesondere die Fahrten im Alltag beworben werden. Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn wir mit unserer gemeinsamen Teilnahme an den Wettbewerben [Mit dem Rad zur Arbeit und Stadtradeln] deutlich machten, dass wir als Stadt ein großes Eigeninteresse an klimafreundlichem, stadtverträglichem Verkehr haben und dass sich viele von uns bereits entsprechend in Alltag und Freizeit bewegen.

Bei der Aktion mit dem Rad zur Arbeit muss man mindestens an 20 Arbeitstagen zwischen dem 1. Mai und dem 31. August mit dem Rad zur Arbeit fahren. Dann kann man etwas gewinnen. Mehr Infos auf www.mit-dem-rad-zur-arbeit.de.

Damit macht er deutlich, dass die Veränderung immer auch bei einem selbst anfängt und das alle etwas von dem Wandel haben.

Die Stadt Bochum arbeitet an vielfältigsten Aufgaben, wir alle tragen unseren Teil dazu bei, dass unsere Stadt funktioniert und für alle lebenswert ist. Ein Thema, das uns alle tagtäglich ganz persönlich betrifft ist die Stadtgestaltung – also unser direktes Umfeld in Alltag und Freizeit. […] Das Themengebiet bzw. die Kompetenz „Großstadt mit Lebensgefühl“ steht ganz weit vorne. Neben vielem Weiteren ist ein Aspekt davon die Förderung des Rad- und Fußverkehrs. Je mehr wir zu Fuß und mit dem Fahrrad unterwegs sind, umso belebter sind Stadt und Stadtteile, umso sicherer wird unser Alltag.

Obwohl er selber privat und dienstlich selber viel Fahrrad fährt, nimmt er aber selber nicht teil, so Thomas Sprenger, Pressesprecher der Stadt Bochum, dazu gegenüber VeloCityRuhr.Net, da der Wohnort zu weit vom Rathaus entfernt liege. Aus dem Kreis des Verwaltungsvorstandes nutzt außerdem der Oberbürgermeister Thomas Eiskirch für kurze Fahrten im Stadtgebiet das Fahrrad und kommt des öfteren auch mit dem Rad zur Arbeit.

Wir wollten auch von den Nachbarstädten Gelsenkirchen und Dortmund wissen, ob der jeweilige Stadtbaurat seine Mitarbeiter*innen durch ein Rundschreiben zur Teilnahme als Stadtmitarbeiter*innen bei Mit dem Rad zur Arbeit und Stadtradeln einlädt, weil die Stadtverwaltung eine Vorbildrolle habe und ob der Verwaltungsvorstand selber teilnimmt. Bis zu Erscheinen des Artikels hat die Stadt Gelsenkirchen nicht reagiert.

Für Dortmund bestätigt Stadtsprecher Maximilian Löchter gegenüber VeloCityRuhr.Net, dass Stadtrat Wilde und sein Team (u. a. Stadtplanungsamt) für die Aktion angemeldet sein. Von einer Teilnahme von Stadtrat Lürwer und seinem Team (u. a. Tiefbauamt) spricht er hingegen nicht. Ludger Wilde  ist als Mitglied des Verwaltungsvorstandes der Schirmherr der Veranstaltung Mit dem Rad zur Arbeit. Stadtsprecherin Heike Thelen: „Natürlich wurden die städtischen Mitarbeiter im Namen des Planungsdezernenten mit einem Rundschreiben, motiviert, daran teilzunehmen.“

 

Norbert Paul

Der Verkehrsjournalist schreibt u. a. seit 2008 für Mobilogisch (ehemals Informationsdienst Verkehr). Von 2013 bis 2015 war er auch für den ADFC-Blog aktiv. Bei VeloCityRuhr schreibt er über Verkehrspolitik -planung, -recht und -forschung. Er ist berufenes Mitglied im Nahmobiliätsbeirat der Stadt Dortmund.

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