Detaillierte Trassenplanung für den RS 1 in Bochum fortgeschritten

Die Stadtverwaltung hat dem bochumer Stadtat nun ein detaillierte Trassenplanung vorgelegt. Die Trasse kommt demnach auf einem stillgelegten Stück der Bahnstrecke Osterath–Dortmund Süd. Im Bereich Günningfeld soll es einen Anschluss zur Erzbahntrasse geben. Der RS 1 verläuft ab hier in südliche Richtung zur Dapestraße und trifft dort auf die Erzbahntrasse. Diese Führung ist kürzer, als wenn man ab Günnigfeld zur Erzbahntrasse fährt. Interessant ist dies für Umleitungen bei Baumaßnahmen. Anstatt wie ursprünglich angedacht von hier über die Erzbahntrasse und den Westpark wird er hier entlang des Marbachs und dann westlich der Jahrhunderthalle geführt. Dann geht es durch eine Unterführung unter der Alleestraße durch anstatt über eine Ampelkreuzung wie ursprünglich geplant (Ecke Bessemer Straße/Alleestraße). Am Rande des dortigen Wohngebietes geht es auf teilweise neuen Wegen weiter und hinter der Feuerwache (und damit nicht im Ausrückbereich der Einsatzfahrzeuge) trifft der RS 1 auf die ursprüngliche Trassenplanung. Diese geänderte Trassenführung hat aus meiner Sicht den Vorteil, dass sie nicht so stark im Einflussbereich von Großveranstaltungen liegt und nicht durch den unübersichtlichen Westpark mit seinen vielen Holperkanten führt.

Ab dem Bahnhof Bochum-Ehrenfeld geht es südlich der Bahntrasse Richtung Hauptbahnhof. Bis Viktoriastraße neben der Bahn, ab da durch Anwohnerstraßen.Am Südausgang (Ferdinandstraße) besteht direkter Zugang zum Hauptbahnhof. Anschließend geht es durch den Kortumpark und Anliegerstraßen zum Beginn der Springorumtrasse. Hier geht es dann durch eine Grünanlage und eine Straße (Brehlohstraße) bis zur Zentraldeponie. Dort wird der RS 1 dann auf die andere Seite der Bahnstrecke verschwenktund überquert auf einer neuen Brücke die A43. Über stillgelegte Bahnanlagen geht es bis zur von-Waldhausen-Straße über die man die heutige RE-Strecke erreicht entlang der es bis zur Salzweidenbecke gehen soll. Dort erreicht man über einer Abfahrt eine Unterführung um über Straßen in eher gewerblicher Umgebung den Bahnhof Langendreer zu erreichen. Ab da soll es am Südrand des ehemaligen Opel-Geländes zur Stadtgrenze Dortmund gehen.

Der Beschlussvorschlag sieht vor, dass der Abschnitt zwischen Ehrenfeld und Stadtgrenze Dortmund noch einmal detaillierter geplant wird, da es z. B. im Bereich des Hauptbahnhofs noch andere mögliche Trassenführungen gibt. Dazu gehört eine Führung auch im Bereich des Hauptbahnhofs auf Höhe des Bahndamms. Damit zieht es die Stadt lobenswerterweise in Erwägung, qualitativ nach oben statt nach unten von der Machbarkeitsstudie abzuweichen. Am 30. 05. soll der Ausschuss für Infrastruktur und Mobilität außerdem beschließen, dass für die Planung drei Vollzeitstellen für fünf Jahre geschaffen werden. Die Verwaltung hat inzwischen u. a. mit dem RVR sich soweit abgestimmt, dass sie die Trasse aus einem Guss planen kann. Das wird bei dem häufigen Wechsel der Führungsform sicherlich eine Herausforderung. Zuerst soll der Abschnitt Gelsenkirchen bis Springorumtrasse geplant werden.

Norbert Paul

Der Verkehrsjournalist schreibt u. a. seit 2008 für Mobilogisch (ehemals Informationsdienst Verkehr). Von 2013 bis 2015 war er auch für den ADFC-Blog aktiv. Bei VeloCityRuhr schreibt er über Verkehrspolitik -planung, -recht und -forschung.

Er ist berufenes Mitglied im Nahmobiliätsbeirat der Stadt Dortmund.

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