GRÜNE fordern in Dortmund CDU und SPD auf, mehr für den Radverkehr zu tun

(Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen Dortmund) Die Ergebnisse der jetzt vorliegenden Greenpeace-Studie zur nachhaltigen Mobilität erinnern an den letzten Fahrradklimatest des ADFC: Auch in der aktuellen Vergleichsstudie von Greenpeace belegt Dortmund in Bezug auf umweltfreundliche Verkehrsangebote einen der hintersten Plätze. Damit wird der Stadt zum wiederholten Mal bescheinigt, dass es in Dortmund vor allem in puncto Radverkehr noch großen Handlungsbedarf gibt.

Matthias Dudde, GRÜNES Mitglied im Verkehrsausschuss: „Die Greenpeace-Studie macht erneut deutlich, dass sich die Verkehrspolitik in Dortmund vor allem am Auto ausrichtet. Sicher, es tut sich was in Dortmund. Die Fortschreibung des Masterplans Mobilität, die Einrichtung des Beirats Nahmobilität, die Bewerbung zum Förderprogramm Emissionsfreie Innenstadt: Es werden immer wieder Dinge angestoßen, doch bei der Mehrheit im Rat fehlt der politische Wille, wirklich Grundsätzliches zu ändern. CDU und SPD blockieren den Ausbau des Radverkehrs spätestens dann, wenn Platz für Autofahrer*innen weggenommen werden könnte. Ideen, wie Fahrspuren für Autos auch mal zu Radspuren zu machen, oder Ampelphasen auch auf Radfahrer*innen auszurichten, werden in Dortmund gleich vom Tisch gewischt. Schon unsere Anregung, ein gesamtstädtisches Konzept für die sukzessive Ausweisung von Fahrradstraßen zu entwickeln, wurde abgelehnt. Auch zu einer dringend nötigen Erhöhung des Planwerts für den Anteil des Umweltverbunds (ÖPNV, Radverkehr, Fußverkehr) am Gesamtverkehrsaufkommen konnten sich SPD und CDU nicht durchringen. Dabei belegt die vorliegende Studie erneut, dass Dortmund genau da aber noch viel Nachholbedarf hat.“

Die Greenpeace-Studie hat insgesamt 14 Großstädte bezüglich Angebot und Nutzung umweltfreundlicher Verkehrsmittel untersucht. Mit Platz 11 belegt Dortmund den viertletzten Platz. Beim ADFC-Fahrrad-Klima-Test 2014 sackte Dortmund auf die Gesamtnote 4,0 ab, auch der Test des ADAC zeigte die Schwächen der Stadt beim Thema Radverkehr auf. In allen Studien wird der Stadt eine besondere Schwäche bei der Fahrradförderung attestiert.

Matthias Dudde: „Schon aus Gründen des Gesundheitsschutzes muss sich sehr bald die Einsicht durchsetzen, dass Dortmund noch einiges passieren muss. Auch wenn der neu gegründete Beirat Nahverkehr aktiv an der Weiterentwicklung und Verbesserung des Radwegenetzes arbeitet, kommt es am Ende auf den Willen der Politik an, die vorgeschlagenen Maßnahmen auch umzusetzen und das Auto nicht länger zum Maß aller Dinge zu machen. Nötig sind jetzt mutige und innovative Verkehrskonzepte, die sich an den Bedürfnissen der Menschen orientieren. Eine nachhaltige Verkehrswende ist aber vor allem auch klimapolitisch notwendig. Und dabei sollte das Fahrrad im Mobilitätsmix als Verkehrsmittel mit der größten Klimafreundlichkeit eine deutlich größere Rolle in Dortmund spielen, insbesondere auch um das selbst gesteckte Ziel zu erreichen, die CO2-Emissionen bis 2020 drastisch zu reduzieren.“

Pressemitteilung

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